Feierliche Einführung
Bedenken sind sofort verflogen

Alstätte -

Ab jetzt ist es offiziell: Stefans Jürgens wurde am Sonntag als neuer Pfarrer in sein Amt eingeführt. Skepsis und Bedenken sind Hoffnung und Zuversicht gewichen. Nach der Messe ging es gemeinsam mit den offiziellen Gästen auf den Adventsmarkt.

Montag, 02.12.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 18:02 Uhr
„Auf gute Zusammenarbeit“: Stefan Jürgens (v.r.), der neue Pfarrer von St.-Mariä-Himmelfahrt, mit Bürgermeisterin Carola Voss, der Vorsitzenden des Pfarreirates Brigitte Nacke und Georg Garming, der Vertreter des Pfarrers als Vorsitzender des Kirchenvorstandes, nach der Festmesse auf der Bühne des Adventsmarktes.
„Auf gute Zusammenarbeit“: Stefan Jürgens (v.r.), der neue Pfarrer von St.-Mariä-Himmelfahrt, mit Bürgermeisterin Carola Voss, der Vorsitzenden des Pfarreirates Brigitte Nacke und Georg Garming, der Vertreter des Pfarrers als Vorsitzender des Kirchenvorstandes, nach der Festmesse auf der Bühne des Adventsmarktes. Foto: Norbert Diekmann

Wenn die Alstätter „Festmesse“ sagen, dann meinen sie auch „Festmesse“. Zur Amtseinführung von Stefan Jürgens als neuen Pfarrer der beiden St.-Mariä-Himmelfahrt-Gemeinden in Alstätte und in Ahaus reichten die Sitzplätze nicht für alle Besucher. Beeindruckend war schon der Einzug der Fahnenabordnungen und der zahlreichen Ministranten der beiden Gemeinden. Andernorts würde man sich freuen, wenn es insgesamt so viele Gottesdienstbesucher gäbe.

Zur Begrüßung des „Neuen“ ergriffen Brigitte Nacke , die Vorsitzende des Pfarreirates, und der Ottensteiner Georg Garming als Sprecher des Kirchenvorstandes das Wort. Nacke berichtete von der Skepsis, die die Gemeindevertreter befiel, als sie über den Plan des Bistums unterrichtet wurden, die beiden Gemeinden in Ahaus und in Alstätte zwar als unabhängige Gemeinden bestehen zu lassen, aber unter die Leitung desselben Pfarrers zu stellen. „Was lassen sie sich denn da wieder einfallen?“ sei ihre Reaktion gewesen, als der Personaldezernent des Bistums Karl Render sie darüber informierte. Aber die Bedenken seien sofort verflogen, als dann Stefan Jürgens den Raum betrat. „Ungläubiges Getuschel, Erleichterung, Wiedersehensfreude“ sei, so Nacke, die Reaktion der Gemeindevertreter gewesen, als klar wurde, dass er der Kandidat für die Leitung der zwei ansonsten auch künftig selbstständigen Gemeinden sei. Garming bekräftigte die Freude auf die künftige Zusammenarbeit mit einem „Herzlichen Willkommen“ und überreichte das zur Begrüßung und zur Eucharistiefeier passende Geschenk, bestehend aus Brot und Wein. Jürgen Lürwer, als Pfarrer in St. Otger Stadtlohn Nachfolger von Stefan Jürgens, begrüßte in seiner Eigenschaft als Dechant freundschaftlich den neuen Alstätter Pfarrer: „Wiedersehen macht Freude.“

Geradezu „beflügelt“ zeigte sich Stefan Jürgens von dem herzlichen Empfang durch die Gemeinde, die sich am Tag seiner Einführung auch versammelt habe, um den Beginn des neuen Kirchenjahres „in Freude und mit Zuversicht“ zu feiern. Wenn es vorher noch Vorbehalte gegen seine Person gegeben haben könnte, gegen einen Pfarrer, der alles umkrempeln werde, so räumte er diese Befürchtungen in seiner Ansprache aus.

Zum Thema seiner Predigt machte er die Namensgeberin der St-Mariä-Himmelsfahrt-Kirche, die unglaublich modern sei, die aber nicht als Gegenüber zu sehen sei. Man kann sich mit Maria identifizieren und so empfänglich sein für Jesus und seine Botschaft. In seiner Ansprache sparte Jürgens aber auch nicht die aktuellen Probleme der Kirche aus.

Nach der Eucharistiefeier ergriff Jürgens noch einmal das Mikrofon, um sich bei allen zu bedanken, die an dem Festgottesdienst mitgewirkt hatten. Die dadurch zum Ausdruck gebrachte Zustimmung der Gemeinde zu seiner Entsendung nach Alstätte „hat mich glücklich gemacht“, betonte er. In seinem Schlusswort hob Pfarrer Jürgens, der ja nicht nur Theologe, sondern auch examinierter Kirchenmusiker ist, besonders die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hervor. „Eine Messe in der Messe“ haben er gemeinsam mit allen Besuchern erleben dürfen, wofür er besonders dankbar sei.

Nach der Messfeier traf man sich im Rahmen des Adventsmarktes an und auf der Bühne auf dem Kirchplatz. Eingebettet in einem Gesangsauftritt des durch ihren Erfolg beim vorjährigen Chorwettbewerb NRW-weit bekannten Chores „Young Voices Alstätte“ nutzte Bürgermeisterin Carola Voss die Gelegenheit, den neuen Pfarrer auch im Namen der Stadt Ahaus herzlich zu begrüßen. „Wenn auch gelegentlich in unterschiedlicher Weise, so wollen wir beide, wollen Stadt und Gemeinde das Beste für die Menschen erreichen.“ Danach ging die Begrüßungsfeier für den neuen Pfarrer nahtlos in den Trubel des Adventsmarktes über.

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