Feuerwehrleute informieren Teilnehmer des KAB-Wintergangs über Brandschutz
Fehlverhalten führt oft zu Bränden

Alstätte -

Eine große Menschenmenge steht im Halbkreis und wartet gebannt auf den besonderen Moment. Den liefert Philipp Pohlschröder, seines Zeichens Brandschutzbeauftragter, den Zuschauern sogleich. Wie aus dem Nichts schießt eine Flamme meterhoch in die Luft und erhellt den dunklen Spätnachmittag.

Dienstag, 14.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 16:32 Uhr
Das richtige Nutzen eines Feuerlöschers probierten die Gäste des KAB-Wintergangs auf dem Gelände des Löschzugs Alstätte der Freiwilligen Feuerwehr aus.
Das richtige Nutzen eines Feuerlöschers probierten die Gäste des KAB-Wintergangs auf dem Gelände des Löschzugs Alstätte der Freiwilligen Feuerwehr aus. Foto: Monika Haget/KAB

Pohlschröder demonstriert eine Fettexplosion und macht deren Gefährlichkeit überdeutlich. Erschreckt und zugleich fasziniert verfolgen die Frauen und Männer das Szenario. 43 Personen sind der Einladung der KAB St. Josef gefolgt, während ihres Wintergangs an einer Infoveranstaltung zum Thema Brandschutz teilzunehmen.

Im theoretischen Teil berichtet Philipp Pohlschröder unter anderem, dass neben menschlichem Fehlverhalten Elektrizität eine große Rolle beim Entstehen von Bränden spiele. Der Wäschetrockner sei der häufigste Brandverursacher im Haushalt. Man solle stets darauf achten, das Gerät sogleich nach dem Programmende auszuschalten und die Wäsche zu entnehmen, rät er den Zuhörern.

Bei Steckdosenleisten solle vor dem Anschließen diverser Geräte geprüft werden, für wie viel Watt die Leiste zugelassen sei. Auch hier käme es häufig zur Überlastung und in deren Folge zum Brand.

In Gegenständen wie Möbeln oder Teppichen würden immer häufiger künstliche Fasern verarbeitet, die bei einem Brand gefährliche Gase verströmten, erklärt Pohlschröder. „Wir sprechen dann von einem modernen Wohnungsbrand.“

Was beim Ein- oder Neubau eines Kamins zu beachten sei, teilt der Schornsteinfegermeister ebenfalls mit. Er erinnert an den verheerenden Brand im Düsseldorfer Flughafen von 1996. „Danach wurden die Brandschutzvorschriften revolutioniert“, sagt er.

Für Erheiterung sorgt er, als er von Besuchen mit seiner Frau in größeren Einkaufscentern berichtet. „Während meine Frau Schuhe kauft, studiere ich den Flucht- und Rettungsplan, dort findet sie mich regelmäßig wieder.“

Im praktischen Teil zeigt Feuerwehrwehrmann Christoph Terhaar zunächst die Ausrüstung der Feuerwehrleute. Danach nimmt er die Teilnehmer mit zu einem Feuerwehrauto. „Ich zeige euch unsere eierlegende Wollmilchsau“, schmunzelt er. Gemeint ist das Fahrzeug mit der umfangreichsten Ausstattung. Eine riesige Rettungsschere gehört ebenso dazu wie ein Nachtsichtgerät und viele andere Details.

Spannend wird es bei den Feuerdemonstrationen. Nach der Fettexplosion und dem lautstarken Zerplatzen einer Spraydose erklärt Philipp Pohlschröder den sachgemäßen Umgang mit einem Feuerlöscher. An einer mobilen Brandsimulationsanlage dürfen nacheinander alle einen Feuerlöscher ausprobieren.

Begeistert von den Informationen und Demonstrationen nimmt die Gruppe es gerne in Kauf, dass der anschließende Wintergang wegen der Dauer der Veranstaltung um eine Stunde verkürzt werden muss.

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