Erster Neujahrsempfang der Kirchengemeinde mit Pfarrer Stefan Jürgens
Überarbeitet, aber glücklich

Alstätte -

„Ich bin hoffnungslos überarbeitet, aber unsagbar glücklich“: So beschrieb Pfarrer Stefan Jürgens seine Tätigkeit als leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Ahaus-Alstätte-Ottenstein am Sonntag während des Neujahrsempfangs.

Montag, 20.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 21.01.2020, 17:44 Uhr
Im proppevollen Saal Franke lauschten die Gemeindemitglieder interessiert den Worten ihres neuen Pfarrers Stefan Jürgens.
Im proppevollen Saal Franke lauschten die Gemeindemitglieder interessiert den Worten ihres neuen Pfarrers Stefan Jürgens.

Im proppevollen Saal Franke lauschten die Gemeindemitglieder interessiert den Worten ihres Pfarrers. Als dieser zum Schluss im Namen des gesamten Seelsorgeteams verkündete: „Wir sind sehr, sehr gerne hier und werden noch lange mit Ihnen unterwegs sein“, gab es lang anhaltenden Applaus.

Zu Beginn hatte der Kirchenchor Cäcilia die Gemeinde mit dem Lied „Heut ist ein herrlicher Tag“ bestens auf die Veranstaltung eingestimmt. Pfarreiratsvorsitzende Brigitte Nacke begrüßte die Gäste: „Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns, wer hätte vor einiger Zeit gedacht, dass wir heute gleich zwei neue Pfarrer haben? Das war eine sehr glückliche Entwicklung.“ Die Gäste stimmten ihr mit großem Beifall zu.

„Erfrischend anders“

Pastoralreferent Benedikt Rake informierte die Besucher über das neue Liturgieprojekt „Erfrischend anders“. Es sei vorgesehen, sieben Gottesdienste auf eine andere Art zu begehen. So soll die Messe am Ostermontag bei gutem Wetter im Ottensteiner Park beginnen und ein „bewegter Gottesdienst“ werden.

Ein Männergottesdienst in den Zelten bei Karpaten sei ebenfalls geplant. Zweimal sei eine komplette Heilige Messe geplant, fünfmal ein „erfrischend anderer“ Gottesdienst, auf den die Gemeinde gespannt sein dürfe.

Raum zur Entfaltung

Die Arbeit des Jugendwerks beschrieben Christina Feldkamp und Hergen Niewerth. Ziel sei es, den Kindern und Jugendlichen einen Raum zu bieten, in dem sie sich entfalten können. Dabei sei „Raum“ durchaus zweideutig gemeint. Es gebe neben den offenen Treffs Aktionstage mit separaten Angeboten für Mädchen und Jungen sowie einen Jugendhilfeausschuss, in dem die Jugendlichen unter anderem Politiker treffen, denen sie ihre Wünsche darlegen könnten. Dadurch sei zum Beispiel der Bikepark zwischen Wessum und Ahaus entstanden.

Einen Rückblick auf vergangene und eine Vorschau auf geplante Projekte gab Georg Garming vom Kirchenvorstand. Die Stele für Sternenkinder, die schon für das vergangene Jahr angekündigt worden war, soll in Kürze realisiert werden. Eine grundlegende Renovierung der Ottensteiner Kirche stehe an, ebenso die Renovierung des Pfarrsaals in Alstätte. Der Internetauftritt werde zum 1. März in neuer Form erscheinen.

Durch die Liegenschaften der Kirchengemeinde, unter anderem durch Erbbaurechte, gebe es wichtige und sichere Einnahmequellen, erläuterte Peter Schwiep in seinem Bericht über die finanzielle Situation der Gemeinde.

Ausgaben im Blick behalten

Bei den Ausgaben nannte er die Personalkosten, unter anderem für den Küster, die Organistin, die Pfarrsekretärin und weitere als größte Posten. „Die Kirchensteuereinnahmen werden nicht steigen“, meinte er. „Daher müssen wir die Ausgaben im Blick behalten. Eine solide Planung ist unerlässlich.“

Zur Meinungsumfrage bezüglich der Arbeit des Kirchenvorstands habe es 38 Rückmeldungen mit insgesamt 72 Anregungen gegeben, erläuterte Jörgen Franke. Erfreut sei man über viel Lob und Dank. Ein Anliegen sei es vielen gewesen, Verwaltung und Seelsorge deutlicher voneinander zu trennen, was spontanen Beifall der Versammelten hervorrief. Der Bitte um mehr Transparenz der Kirchenvorstandsarbeit, zum Beispiel bei Verpachtung und Auftragsvergabe, wolle man Folge leisten, versicherte Franke, ebenso wie der Bitte um eine generell bessere Öffentlichkeitsarbeit.

Zum Schluss verriet Pfarrer Stefan Jürgens den Gästen noch sein Lieblingsthema: Die Vertiefung des Glaubens. Nicht nur Kinder, auch die Erwachsenen müssten lernen, neu zu beten. Nach knapp eineinhalb Stunden ging eine informationsreiche und sehr harmonische Versammlung zu Ende.

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