Franz-Josef Withöft im Alter von 88 Jahren gestorben
Sein politisches Wirken prägte Ort und Region

Alstätte -

Über Jahrzehnte hat er ehrenamtlich politische Arbeit geleistet, war bis ins hohe Alter als Ratgeber gefragt. Jetzt hat sich sein Lebenslauf vollendet: Im Alter von 88 Jahren ist am Montag Franz-Josef Withöft gestorben.

Mittwoch, 05.02.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 18:14 Uhr
Franz-Josef Withöft (†)
Franz-Josef Withöft (†) Foto: privat

Der gebürtige Coesfelder (Jahrgang 1931) war das, was man ohne Übertreibung ein politisches Urgestein nennen darf: Zehn Jahre wirkte er ab 1964 im Rat der damals selbstständigen Gemeinde Alstätte, hat fast vier Jahrzehnte lang die Entwicklung des Altkreises Ahaus und später des Kreises Borken als Kreistagsabgeordneter für die CDU mitbestimmt. Darüber hinaus engagierte sich Withöft in vielen Gremien. Über Jahre war er Vorsitzender des Alstätter CDU-Ortsverbandes, wurde zu dessen Ehrenvorsitzenden gewählt.

Die kommunale Neugliederung – also den Zusammenschluss von Ahaus und Alstätte – lehnte er seinerzeit ab, erkannte aber, dass das sture Festhalten an alten Strukturen „uns nur aus dem Spiel herausbringt“. „Wir stünden in vielen Dingen schlechter da, wenn wir selbstständig geblieben wären“, formulierte er aus Anlass seines 80. Geburtstages in einem Gespräch mit den WN.

Neben der Politik war Withöft auch beruflich engagiert: 28 Jahre lang – von 1967 bis 1995 – leitete er als Oberstudiendirektor die kaufmännischen berufsbildenden Schulen des Kreises Borken in Ahaus und erwarb sich hier insbesondere Verdienste um die ortsnahe duale Ausbildung.

Als sei das alles nicht genug, verschrieb sich Withöft, der für seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt wurde, zeitlebens intensiv auch dem Sport. Ab 1951 war er Mitglied im VfB Alstätte, kickte jahrelang selbst und war anschließend auch 40 Jahre in verantwortlicher Position tätig – unter anderem als Geschäftsführer und Vorsitzender.

Die Beerdigung von Franz-Josef Withöft findet am kommenden Samstag (8. Februar) statt und beginnt um 10 Uhr an der Aussegnungshalle des Alstätter Friedhofes. Anschließend findet in der Pfarrkirche St Mariä Himmelfahrt das Requiem statt.

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