Zwei komplette Klassen der Irena-Sendler-Gesamtschule werden auf das Virus getestet
Ergebnisse am Sonntagmorgen

Ahaus -

Vier von insgesamt fünf Mitgliedern einer Ahauser Familie wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Darunter sind zwei Schülerinnen der Irena-Sendler-Gesamtschule. Deshalb bleibt die Schule für zwei Wochen geschlossen.

Freitag, 06.03.2020, 19:11 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 11:42 Uhr
Für die Schülerinnen und Schüler der Irena-Sendler-Gesamtschue bekommt das Wort Corona eine neue Bedeutung.
Für die Schülerinnen und Schüler der Irena-Sendler-Gesamtschue bekommt das Wort Corona eine neue Bedeutung. Foto: A3472 Frank May

„Co-ro-na“ – dieses Wort aus dem Duden hat für die 1200 Schülerinnen und Schüler der Irena-Sendler-Gesamtschule seit gestern eine ganz eigene Bedeutung: Zwei Wochen schulfrei.

Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass eine Familie aus Ahaus, deren zwei Töchter die Gesamtschule besuchen, den Verdacht hatten, sich bei einem Verwandten im niederländischen Borne mit dem Virus angesteckt zu haben. Am Freitagmorgen wurde aus dem Verdacht Gewissheit: Vier der insgesamt fünf Mitglieder der Ahauser Familie wurden positiv auf das Coronavirus getestet, einzig bei der Mutter wurden keine Viren festgestellt. „Sie haben alles richtig gemacht“, lobte Kreisamtsärztin Annette Scherwinski bei einer Pressekonferenz des Landratsstabs am Freitagnachmittag das Vorgehen der Familie. Die habe sich nämlich gleich nachdem sie erfahren hatte, dass ihr Verwandter in Borne positiv auf das Coronavirus getestet wurde, telefonisch bei einem Arzt gemeldet, der dann alles weitere in die Wege leitete.

Der Vater und der Sohn der Familie haben laut Landrat Dr. Kai Zwicker nur wenige Kontakte gehabt, die mittlerweile kontaktiert worden seien, die ganze Familie bleibe derzeit in Quarantäne in ihrem Zuhause.

Schwieriger sieht das natürlich bei den beiden Schülerinnen aus, die bis Montag beziehungsweise Mittwoch noch die Gesamtschule besucht und unter anderem auch einen Schulbus genutzt hatten. Von allen Mitschülerinnen und Mitschülern der beiden Klassen sowie von den Lehrern wurden noch am gestrigen Freitagabend Proben genommen, die übers Wochenende untersucht werden sollen. Auch die Schülerin, die neben dem erkrankten Mädchen im Bus saß, sei bereits identifiziert und zum Test eingeladen worden.

Am Sonntagmorgen wird mit den Ergebnissen gerechnet – danach will der Stab des Kreises Borken entscheiden, wie weiter verfahren werden soll.

Auch die 61 Schüler des Berufskollegs für Technik in Ahaus, die am heutigen Samstag von einer Skifreizeit in Südtirol zurückkehren werden vorsorglich auf das Coronavirus getestet. Bislang gebe es aber keinerlei Krankheitsanzeichen in der Reisegruppe.

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