Spenden von haltbaren Lebensmitteln werden benötigt
Tafel nimmt wieder Betrieb auf

Ahaus -

Nachdem vor einigen Wochen die reguläre Tafelausgabe geschlossen werden musste, ist die Lebensmittelausgabe am Montag wieder gestartet.

Montag, 04.05.2020, 15:56 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 18:45 Uhr
Die Jutetaschen können von den Kunden mitgenommen und beim nächsten Besuch wieder zurückgebracht werden. Nach einem Waschgang können sie dann wieder benutzt werden.
Die Jutetaschen können von den Kunden mitgenommen und beim nächsten Besuch wieder zurückgebracht werden. Nach einem Waschgang können sie dann wieder benutzt werden. Foto: Tafel Ahaus

 

„Die Zwangspause wurde intensiv genutzt“, berichtet Mathilde Fischer , als Vorsitzende des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF). Etwa dafür, die Ausgabe unter den deutlich veränderten Voraussetzungen überhaupt zu ermöglichen.

Alle Ehrenamtlichen wurden angeschrieben, um zu erfahren, wer, wann, wie und wo wieder dabei sein möchte. „Die Resonanz war so groß, dass die ersten Ausgaben im Mai sichergestellt sind“ bedankte sich der SkF für die diese Bereitschaft der ehrenamtlichen Tätigkeit unter so erschwerten Bedingen. Auch alle Lebensmittelgeschäfte hätten sich ausnahmslos über den Anruf der „Wiedereröffnung“ gefreut.

Acht Zeitkorridore

Unter Berücksichtig des für die Tafel entwickelten Hygienekonzepts sind alle Kunden angeschrieben und gebeten worden, in dieser Woche verteilt über acht Zeitkorridore pünktlich zur Tafel zu kommen. Alle Kunden benötigen eine Maske, desinfizieren sich die Hände vor Ort und haben die Möglichkeit, eine vorgepackte Lebensmitteltasche aus Jute mitzunehmen.

Die insgesamt 500 Jutetaschen, die der Tafel für diese neue Ausgabeform gespendet wurden, werden später zurückgenommen und von Ehrenamtlichen zuhause heiß gewaschen, damit sie für die nächste Ausgabe wieder zur Verfügung stehen.

Helfer haben „Tafelentzugserscheinung“

In vielen Kundengesprächen wurde deutlich, dass viele froh und dankbar waren, dass sie im Notfall kommen durften und nun die Freude groß ist, wieder regelmäßig bei der Tafel Gast sein zu dürfen. Johannes Lügering als Ansprechpartner der Ahauser Tafel berichtete, dass über 150 große Jutetaschen unentgeltlich an die besonders in Not geratene Kunden ausgegeben wurden.

Aber auch die Ehrenamtlichen beklagten eine Art „Tafelentzugserscheinung“ und freuen sich sehr, jetzt wieder im Einsatz sein zu können.

Da die Tafel mit dem Notbetrieb nunmehr „leergefegt“ ist wird gebeten, möglichst viele haltbare Lebensmittel wie Nudel, Mehl, Zucker, Öl oder Konserven zu spenden. Diese können zu den Öffnungszeiten des Sozialdiensts katholischer Frauen an der Schlossstraße 16 abgegeben werden.

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