CDU: Möglicher Effekt ist nun verpufft
Parkplätze in der Ahauser Innenstadt bleiben kostenpflichtig

ahaus -

Einerseits spülen sie Geld in den Etat, andererseits können sie Besuchern das Einkaufserlebnis verleiden: Parkgebühren. Die CDU hatte beantragt, befristet auf diese Einnahmequelle zu verzichten.

Mittwoch, 03.06.2020, 17:12 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 17:48 Uhr
In der Ahauser Innenstadt werden weiter Parkgebühren erhoben. Einen befristeten Verzicht wird es nicht geben.
In der Ahauser Innenstadt werden weiter Parkgebühren erhoben. Einen befristeten Verzicht wird es nicht geben. Foto: Hendrik Bücker

Es bleibt dabei: Die kostenpflichtigen Parkplätze in der Ahauser Innenstadt bleiben kostenpflichtig. Darauf verständigte sich der Rat in seiner jüngsten Sitzung.

Die CDU-Fraktion hatte in der Ratssitzung Ende April als Teil eines Maßnahmenpaketes vorgeschlagen, die Bewirtschaftung der Parkplätze in der Innenstadt bis zum 30. September auszusetzen. Vor einem Monat war über diesen Punkt nicht entschieden worden.

„Vier Wochen machen eine Menge aus“, erläuterte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Vortkamp . Ein möglicher Effekt sei nun verpufft. „Wenn wir uns vor vier Wochen dafür entschieden hätten, hätten wir damit den einen oder anderen in die Stadt gebracht. Jetzt stellt sich die Frage, ob das Instrument noch geeignet ist.“ Die Christdemokraten wollten mit dem Verzicht auf Parkgebühren den Einzelhandel und die Wirtschaft stärken.

„Vor einem Einstieg in die Diskussion möchte ich Ihnen ein paar Zahlen vergegenwärtigen“, sagte Kämmerer Hans-Georg Althoff . „Wir reden über Parkgebühren, die unglaublich günstig sind.“ So liege die Höchstparkgebühr an der Wallstraße bei 1,20 Euro. „Am Domhof parkt man für 33 Cent die Stunde bei neun Stunden Höchstdauer. Das ist ein sehr geringer Betrag.“

Die Beträge für den Einzelnen seien niedrig, doch werden sie in diesem Jahr voraussichtlich 240 000 Euro in den städtischen Haushalt spülen. Das sind im Wochendurchschnitt 4600 Euro.

„Wenn wir vom 1. Juni bis 30. September auf Parkgebühren verzichten, dann ist das ein Einnahmeverlust von 80 000 Euro“, erläuterte Hans-Georg Althoff.

Hubert Kersting (UWG) sah folgendes Problem: „Wenn wir auf dem Parkplatz Wallstraße die Parkraumbewirtschaftung aufgeben und ihn öffnen, dann werden dort vor allem Beschäftigte der umliegenden Geschäfte parken. Davon wiederum wären Kunden der Geschäfte und Patienten der umliegenden Ärzte betroffen. Ihnen werden Parkmöglichkeiten genommen.“

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