Annegret Heijnk ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende / Premiere für Christopoh Ibing
UWG schickt zwei Alstätter in den Rat

Alstätte -

Mit gleich zwei Alstättern zieht die UWG am Mittwoch (4. November) in den neuen Stadtrat ein. Es ist das Resultat der traditionell guten Ergebnisse der Unabhängigen Wählergemeinschaft bei den Kommunalwahlen.

Freitag, 30.10.2020, 18:46 Uhr
Für Alstätte und seine Einwohner wollen sich die UWG-Mitglieder Annegret Heijnk und Christoph Ibing ab kommenden Mittwoch im neuen Stadtrat engagieren.
Für Alstätte und seine Einwohner wollen sich die UWG-Mitglieder Annegret Heijnk und Christoph Ibing ab kommenden Mittwoch im neuen Stadtrat engagieren. Foto: Rupert Joemann

Zwar verlor Annegret Heijnk ihr Direktmandat an Bernd Hackfort ( CDU ). Doch ihre 40 Prozent im Wahlbezirk 20 hätten nicht nur in vielen anderen Wahlbezirken zum Sieg gereicht, sondern waren auch stadtweit das beste Einzelergebnis der UWG. Mit nur drei Prozentpunkten weniger landete Christoph Ibing bei seiner Kandidatur-Premiere im Wahlbezirk 19 gleich ebenfalls ein glänzendes Ergebnis.

„Wir haben jemanden für den Bauausschuss gesucht“, erzählt Annegret Heijnk. Das war vor rund eineinhalb Jahren. Ihr sei gleich Christoph Ibing eingefallen. „Er ist in Alstätte verwurzelt“, sagt Heijnk über Ibing, der 19 Jahre im Vorstand des Schützenvereins Alstätte-Dorf aktiv war, sowie sich im Fanclub Twente Alstätte und beim Ameland-Team engagiert. Zudem verfügt der Elektrotechniker über entsprechendes berufliches Wissen. Zunächst sprang der 53-Jährige als Vertreter von Thomas Terhaar als sachkundiger Bürger im Ausschuss ein. Am 11. Dezember 2019 wechselten beide die Aufgaben. Während Christoph Ibing relativ neu dabei ist, engagiert sich Annegret Heijnk bereits seit 2009 für die UWG.

Sowieso „nah an der UWG“

Der Kontakt kam über ihren Ehemann zustande, der ebenfalls für die Unabhängige Wählergemeinschaft Ahaus tätig war. Wegen der strikten Ablehnung des Brennelemente-Zwischenlagers sei sie sowieso „nah an der UWG“ gewesen.

Seitdem fährt Annegret Heijnk, die vor Kurzem in der konstituierenden Sitzung als stellvertretende Fraktionsvorsitzende bestätigt wurde, gute Wahlergebnisse ein. Es sind häufig Kleinigkeiten für die sich die studierte Sozialarbeiterin für die Alstätter einsetzt.

Die 56-Jährige erzählt beispielsweise vom schlechten Zustand des Gehwegs zwischen Katharinenstift und Edeka-Geschäft, auf den sie eine Seniorin aufmerksam gemacht hat. Dabei musste sich Heijnk erst einmal bei der Stadtverwaltung über die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke informieren und Pläne einsehen. Diese stille Art von Engagement versteht sie als bürgernah. Wahrscheinlich ist das ein Grund für ihre guten Ergebnisse.

Grundsätzlich kann jeder

In der Fraktion selbst übernimmt sie viele organisatorische Aufgaben. Vom Planen von Sitzungen bis hin zu repräsentativen Terminen. Zudem pflegt sie den Kontakt zu den anderen Fraktionen.

Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende sei es außerdem üblich, in Sitzungen häufiger das Wort zu ergreifen, so Heijnk. Grundsätzlich könne in der UWG aber jeder Anträge stellen. „Die Anträge werden nur noch unterschrieben.“ Das dürfen nur die Mitglieder des Fraktionsvorstands.

Wichtig findet Annegret Heijnk in der Politik die Fähigkeit zu Ruhe und Gelassenheit. Über zwei Dinge ärgert sie sich aber dann doch hin und weder: Seitenhiebe unter der Gürtellinie und das Pushen von Themen, „wenn nichts dran ist“.

Annegret Heijnk bleibt lieber auf dem Boden, auch wenn sie für die UWG das stadtweit beste Wahlergebnis holt.

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