Bernhard Hackfort ist neuer Ortsvorsteher in Alstätte
Wichtige Themen voranbringen

Alstätte -

Bernhard Hackfort ist neuer Ortsvorsteher in Alstätte. Der 51-jährige CDU-Ratsherr ist am Mittwochabend vom Stadtrat gewählt worden. Er löst Josef Große-Schwiep ab, der nicht wieder für den Stadtrat kandidiert hatte.

Donnerstag, 05.11.2020, 18:16 Uhr
Der neue Ortsvorsteher Bernhard Hackfort sitzt entspann am Gartentisch. Dafür wird er möglicherweise künftig weniger Gelegenheit haben, wenn Hackfort mehr repräsentative Aufgaben übernimmt.
Der neue Ortsvorsteher Bernhard Hackfort sitzt entspann am Gartentisch. Dafür wird er möglicherweise künftig weniger Gelegenheit haben, wenn Hackfort mehr repräsentative Aufgaben übernimmt. Foto: Rupert Joemann

„Ich weiß schon, was da auf mich zukommt“, sagt Hackfort . Schließlich hat er sich nicht nur regelmäßig mit seinem Vorgänger ausgetauscht, sondern ihn auch bei einigen Terminen vertreten. Eine seiner Hauptaufgaben wird das Repräsentieren der Stadt sowie das Vertreten von Bürgermeisterin Karola Voß bei offiziellen Anlässen sein.

Arbeitskreis Dorfplatz

Aber auch politisch will sich Bernhard Hackfort weiter einbringen. Vor allem die Themen Dorfplatz, Ansiedlung von Gewerbeflächen und neue Baugebiete hebt der Christdemokrat hervor.

„Der Arbeitskreis Dorfplatz hat im Juli 2018 das letzte Mal getagt, seitdem ist Schweigen im Walde. Dabei brennt das Thema sowohl den Alstättern als auch den Mitgliedern des Arbeitskreises unter den Nägeln. „Da kommt aber nichts“, sagt er in Richtung Stadtverwaltung.

Die Ansiedlung von neuen Gewerbeflächen habe Politik und Verwaltung auf dem Schirm. Sie umzusetzen, sei allerdings nicht so leicht, weil die Flächen des ehemaligen Hofes Wigber im Regionalplan nur als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen sind. Sowohl eine gewerbliche als auch wohnbauliche Nutzung seien daher momentan ausgeschlossen. „Das kommt beim nächsten Regionalplan mit aufs Tableau“, sagt der Christdemokrat, der seit sechs Jahren im Stadtrat sitzt. Der Vater von zwei erwachsenen Kindern geht davon aus, dass der nächste Regionalplan Ende 2024, 2025 verabschiedet wird.

Keine rechtliche Möglichkeit

Man müsse aber auch den Bürgern so ehrlich gegenüber sein, dass „von der Rechtslage“ her derzeit keine Möglichkeit bestünde. Den Versuch, den Regionalplan zwischenzeitlich zu ändern, hält er für nicht zielführend. Bernhard Hackfort ist überzeugt, dass die Umsetzung so lange dauern würde, dass bis dahin der neue Regionalplan in Kraft trete.

Froh ist der Hauptkommissar des Verkehrskommissariats Ahaus über die baldige Erschließung des Baugebiets Deventer Weg. Der Ratsherr kennt die Nöte der Alstätter nicht nur aus politischen Gesprächen.

Bernhard Hackfort, der seit rund 15 Jahren Mitglied in der CDU ist, wurde in Alstätte geboren. „Ich habe den Schmäinghook noch nie verlassen“, sagt er schmunzelnd. Neben seiner politischen Arbeit engagierte sich der begeisterte Motorradfahrer zwei Wahlperioden im früheren Pfarrgemeinderat. Zudem ist er Mitglied des Schützenvereins Schmäinghook.

Reichlich Arbeit

Sein berufliches Fachwissen will der Motorrad-Sicherheitstrainer künftig im Verkehrs- und Umweltausschuss einbringen. Bisher gehörte sein Schwerpunktthema zum Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr.

„Das war zu viel“, sagt Bernhard Hackfort rückblickend. Die Sitzungen hätten manchmal bis nach Mitternacht gedauert. Jetzt werde auch der Bauausschuss entzerrt, so der 51-Jährige.

Reichlich Arbeit wird auch so in den kommenden fünf Jahren auf den neuen Ortsvorsteher zukommen. Da Bernhard Hackfort in Ahaus arbeitet und tagsüber eine längere Anfahrtstrecke zu Terminen in Alstätte hat, werden die beiden Alstätter CDU-Ratsmitglieder Michaela Blickmann und Bernd Holters für ihn zuweilen einspringen. „Das haben wir schon abgeklärt“, sagt Bernhard Hackfort, der seinen Wahlbezirk mit 45 Prozent direkt gewonnen hat.

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