Die fünf jüngsten Ratsmitglieder wollen eng zusammenarbeiten
„Rasselbande“ für die jungen Themen

Ahaus -

Alexander Kaiser, Johannes Terhaar, Christopher Eing, Gerrit Messelink und Marco Schultewolter haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind Mitglieder im Ahauser Rat und sie sind jünger als 30 Jahre.

Donnerstag, 26.11.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:26 Uhr
Politiker U30: Christopher Eing, Marco Schultewolter, Johannes Terhaar, Gerrit Messelink und Alexander Kaiser (v.l.)wollen in Zukunft über Fraktionsgrenzen hinweg zusammenarbeiten, um junge Politik im Rat voran zu bringen.
Politiker U30: Christopher Eing, Marco Schultewolter, Johannes Terhaar, Gerrit Messelink und Alexander Kaiser (v.l.)wollen in Zukunft über Fraktionsgrenzen hinweg zusammenarbeiten, um junge Politik im Rat voran zu bringen. Foto: Stephan Rape

Damit enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon, zumindest die offensichtlichen: Alexander Kaiser (25) und Johannes Terhaar (28) gehören zur CDU , Christopher Eing (21) ist bei den Grünen , Gerrit Messelink (28) gehört zur UWG und Marco Schultewolter (29) zur FDP.

Trotzdem wollen sie in Zukunft über Fraktionsgrenzen hinweg eng zusammenarbeiten. Und so besonders den jungen Themen in der Politik eine stärkere Stimme verschaffen: „Wenn es einen Ältesten-Rat gibt, kann es auch einen Jüngsten-Rat geben“, sagt Gerrit Messelink selbstbewusst.

Themen fallen aus dem System

​Sie tun das nicht, weil sie sich in ihren jeweiligen Fraktionen nicht gehört fühlen würden: „Wer sich beteiligen möchte, wird auch gehört“, sagt Gerrit Messelink für die UWG, deren Vorsitzender er auch ist. Die anderen nicken. Bei ihnen sei das ähnlich. Doch in der Beratung würden junge Erwachsene und ihre Themen dann aus dem System fallen: Beispielsweise werde über Schülerbeteiligung und Partizipation viel für Kinder und Jugendliche getan. Johannes Terhaar zählt einige Projekte der jüngeren Vergangenheit auf: den Bikepark, die Parcours-Anlage in der Ork, die Beleuchtung und Begrünung von Bushaltestellen oder die Schaffung von Leuchtturmspielplätzen in der Stadt. Alles Erfolge für die auch der Jugendhilfeausschussverantwortlich zeichnet. „Dazu haben wir Jugendliche ja auch immer eingeladen“, sagt er.

Die junge Perspektive

​Doch für junge Erwachsene gebe es solche Angebote jedoch nicht. Etwa wenn es um bezahlbaren Wohnraum gehe oder um andere Bürgerwünsche. „Und Politik für junge Menschen ist ja auch mehr als die Arbeit im Jugendhilfeausschuss leisten kann“, erklärt Christopher Eing.

Gerade bei Themen wie Umwelt oder Wirtschaft müsse ja auch die junge Perspektive gehört werden. Und so wollen alle fünf die jungen Themen bündeln und ihnen eine gemeinsame Stimme geben.

In ihrer Arbeit sehen sie sich noch ganz am Anfang. Sowohl was die Ratssitzungen – nur Johannes Terhaar war bereits in der vergangenen Ratsperiode im Rat vertreten – als auch was die Vernetzung untereinander angeht: „Wir haben uns gerade erst zusammengefunden“, erklärt Gerrit Messelink.

Vernetzung an erster Stelle

Klar sei aber, dass sie sich nicht verstecken wollen: „Wir wollen junge Ideen in die Politik mitnehmen und aktuell vor den Ratssitzungen über den jeweiligen Wasserstand berichten“, sagt er. „An erster Stelle steht erst einmal unsere Vernetzung“, ergänzt Johannes Terhaar. Die Ideen würden sich dann mit der Zeit von selbst entwickeln.

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