Katrin Damme ist seit Jahresbeginn Wirtschaftsförderin der Stadt Ahaus
Offenes Ohr und viel Motivation

Ahaus -

Seit dem 1. Januar ist Katrin Damme neue Wirtschaftsförderin der Stadt Ahaus. Sie ist im Kreis Borken keine Unbekannte, war vorher sechs Jahre Wirtschaftsförderin der Stadt Borken. Bürgermeisterin Karola Voß begrüßte die 50-Jährige. Mit folgendem Gespräch möchte die Stadt ihre neue Wirtschaftsförderin näher vorstellen.

Mittwoch, 20.01.2021, 17:49 Uhr
Katrin Damme (l.) wurde von Bürgermeisterin Karola Voß im Rathaus begrüßt.
Katrin Damme (l.) wurde von Bürgermeisterin Karola Voß im Rathaus begrüßt. Foto: Stadt Ahaus

 

Welche beruflichen Erfahrungen bringen Sie mit?

Katrin Damme : Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften begann mein beruflicher Werdegang in einer Unternehmensberatung. Nach der Geburt meiner ersten Tochter sammelte ich berufliche Erfahrungen in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Ahaus. Nachdem die Familie mit der zweiten Tochter komplett war, ging es in der Finanzbuchhaltung einer kleinen Firma weiter.Die Stadt Borken gab mir dann als Quereinsteigerin im Juni 2008 die Chance, in den öffentlichen Dienst zu wechseln. Nach sechs Jahren als Arbeitsvermittlerin im Jobcenter ergab sich dann Anfang 2014 die Chance, die Wirtschaftsförderung in Borken weiterzuentwickeln.

Welche beruflichen Erfolge hatten Sie in Borken als Wirtschaftsförderin?

Katrin Damme: Das waren spannende Jahre, auf die ich sehr stolz bin. Die Königsdisziplin einer jeden Wirtschaftsförderung ist die Organisation einer Gewerbeschau. Die BIG 2015 in Borken war demzufolge ein besonderer Höhepunkt.Fachkräfte-Sicherung ist ein großes Thema in der Wirtschaftsförderung. Veranstaltungen wie die Nacht der Ausbildung und das Azubi-Speed-Dating sind da besonders herauszustellen. Jungen Menschen eine Plattform für eine berufliche Perspektive zu bieten, ist mir immer ein Anliegen. Mit wenig Aufwand und ohne große Hürden Unternehmen und Ausbildungssuchende zusammenzubringen, macht Spaß und erzielt messbare Erfolge.Spätestens seit der Corona-Pandemie liegt jedem von uns am Herzen, unsere Innenstädte lebendig zu halten. Eine herausfordernde Aufgabe auch für die Wirtschaftsförderung.Dazu gehören kreative Ideen aber auch ein offenes Ohr und viel Motivation, um bald wieder ganz unbekümmert Einzelhandel und Gastronomie genießen zu können. Die Idee des Feierabendmarkts ab Juni 2016 war in Borken „mein Baby“, das wohl immer ein bisschen mit meinem Namen verbunden sein wird.

Warum nun Ahaus?

Katrin Damme: Meinen Wohnort mit meiner Tätigkeit als Wirtschaftsförderin zu verbinden, war immer ein Wunsch, den ich mir Dank der Stadt Ahaus nun erfüllen durfte. Für die Stadt tätig zu sein, in der man auch lebt, ist ein tolles Gefühl. Gelebte Wirtschaftsförderung ist der so geliebte samstägliche Familien-Ausflug zum Wochenmarkt. Meine Töchter sind damit aufgewachsen und so hoffe ich, diese Tradition weiterzugeben.

Es gibt sicherlich bessere Zeitpunkte, als mitten in einem Lockdown den Job zu wechseln. Wie waren die ersten Tage?

Katrin Damme: Das stimmt tatsächlich. Aber da ich grundsätzlich ein positiver Mensch bin, habe ich die ersten, etwas ruhigeren Tage nach dem Jahreswechsel genutzt, um mich im Rathaus zu orientieren und die ersten internen Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen zu führen, mit denen ich zukünftig enge Schnittstellen haben werde.Es ist auf dieser Stelle sicherlich ein Vorteil die Grundstrukturen der Verwaltung zu kennen, aber wie in jeder Familienstruktur auch, gibt es auch Unterschiede und Besonderheiten. Leider ist es mir derzeit nicht möglich, so unbeschwert wie ich es gern möchte, Unternehmen zu besuchen. Und für ein erstes Kennenlernen sind das Telefon und die digitale Konferenz keine wünschenswerte Alternative.Wenn wir jetzt unsere Kontakte weitestgehend einschränken, hoffe ich dennoch, so schnell wie möglich wieder persönliche Gespräche führen zu können.

Welche Ziele haben Sie sich als Wirtschaftsförderin in Ahaus vorgenommen?

Katrin Damme: Den Wirtschaftsstandort Ahaus zu stärken, dafür werde ich alles tun, was mir möglich ist. Ein starkes Netzwerk gehört dazu. Durch den Wechsel innerhalb des Kreises kann ich auf kreisweite Organisationen und Verbände zurückgreifen. In allen Belangen für Unternehmen als erste Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen, ist mein Anspruch. Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer soll wissen, dass die städtische Wirtschaftsförderung ein verlässlicher Partner ist.Ich werde dann versuchen, jedes Anliegen als Lotse im Rathaus oder auch mit externer Unterstützung zeitnah zu klären. Und sollte ich die Erwartungen hier in Ahaus erfüllen, ist es mein Ziel, dass diese Tätigkeit meine letzte berufliche Station ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7776147?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F
Nachrichten-Ticker