Pflegedienst St. Marien sucht Helfer für die Fahrt nach Velen
Impftermine stellen manche Senioren vor Probleme

Ahaus -

Beim St.-Marien-Pflegedienst wächst die Sorge, dass viele Senioren und Seniorinnen, die allein in der eigenen Wohnung leben, bei der Impfkampagne der Bundesregierung zu kurz kommen. „Sicher hadern viele damit, überhaupt einen Termin zu bekommen“, sagt Bärbel Tervoort.

Mittwoch, 10.02.2021, 18:20 Uhr
Pia Herbers (l.) und Bärbel Tervoort vom Pflegedienst St. Marien wollen Ehrenamtliche als Impfpaten vermitteln.
Pia Herbers (l.) und Bärbel Tervoort vom Pflegedienst St. Marien wollen Ehrenamtliche als Impfpaten vermitteln. Foto: Pflegedienst St. Marien

Die Leiterin des Pflegedienstes hat dabei vor allem jene im Blick, deren Familienangehörige zu weit entfernt leben, um ihre Angehörigen bei Fragen zur Impfung zu unterstützen.

Darum sucht sie nach Ehrenamtlichen, die als Impfpaten sowohl bei der Anmeldung für einen Termin als auch als Begleitung zum Impfzentrum in Velen helfen können. „Wir könnten uns auch vorstellen, dass einige Autohäuser ihre Unterstützung für den Fahrdienst anbieten“, ergänzt ihre Mitarbeiterin Pia Herbers . Während des ersten Lockdowns habe es da schon einige Angebote gegeben.

Etwa 220 bis 240 Kunden werden vom St. Marien Pflegedienst im Einzugsbereich Ahaus, Stadtlohn, Vreden täglich unterstützt – entweder bei der Pflege oder in der Alltagsbegleitung. „Wir schätzen, dass 30 bis 40 von ihnen nicht in der Lage sind, die Impfterminfrage selbst zu lösen“, meint Bärbel Tervoort.

Ohne Familie wird es schwierig

Das könne etwa daran liegen, dass die technischen Möglichkeiten nicht vorhanden sind – oder aber schlicht an gesundheitlichen Einschränkungen. Wenn dann keine Familienmitglieder vor Ort sind, wird es schwierig. Übernimmt dann der Pflegedienst im Rahmen der Alltagsbegleitung, kann es teuer werden.

Bei der Anmeldung zum Termin könne man zwar auf die eigene Infrastruktur zurückgreifen – „Das geht auch bei uns im Büro“, sagt Bärbel Tervoort. Aber spätestens bei der Fahrt nach Velen wären Ehrenamtliche eine willkommene Unterstützung.

Auf drei bis vier Stunden schätzen Tervoort und Herbers den Zeitaufwand für den jeweiligen ehrenamtlichen Einsatz. „Wir bieten jedem dazu die benötigten FFP2-Masken und einen Antigen-Schnelltest“, erklärt Bärbel Tervoort. „Außerdem gibt es Kilometergeld, wenn jemand mit dem eigenen Wagen fährt.“

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