Finanzausschuss stimmt Antrag der Grünen zu
100 000 Euro für die lokale Kultur

Ahaus -

Unzählige Veranstaltungen und Konzerte sind seit Beginn der Coronakrise ausgefallen. Darunter leiden auch die Vereine, Orchester, Chöre und Künstler, die sonst regelmäßig auf der Bühne stehen – vor allem finanziell.

Mittwoch, 24.03.2021, 17:47 Uhr
Auch die Stadtkapelle gehört zu den Kulturschaffenden, die wegen der anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen derzeit keine Chance auf Einnahmen haben.
Auch die Stadtkapelle gehört zu den Kulturschaffenden, die wegen der anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen derzeit keine Chance auf Einnahmen haben. Foto: Archiv

Die Stadt Ahaus möchte mit einem Kulturfonds der Kultur in der Stadt wieder auf die Beine helfen. So schnell es geht. 100 000 Euro hat der Finanzausschuss dafür bereitgestellt. Den Antrag hatten die Grünen angeregt. Vor allem, um lokalen Künstlern zu helfen. Zur Freude des Beigeordneten Werner Leuker: „Der Kulturbereich ist sehr gebeutelt.“ Die Kulturschaffenden seien die Ersten gewesen, die aufhören mussten und würden ihre Angebote als Letzte wieder hochfahren können.

Ganz deutlich machte er auch, dass er für dieses Jahr noch keine größeren Veranstaltungen in der Stadt sieht. „Eine volle Stadthalle werden wir in diesem Jahr nicht erleben“, erklärte er den Politikern. Schon jetzt sei auch klar, dass in diesem Jahr viele Veranstaltungen abgesagt – oder gar nicht erst geplant werden.

Agenturen brauchen Vorlauf

Nicht nur wegen der geltenden Beschränkungen und der steigenden Infektionszahlen. „Die Agenturen haben aktuell kein Angebot“, sagte er. Sie bräuchten ganz einfach einiges an Vorlauf. Die Folgen der Corona-Krise würden bei den Veranstaltungen auch noch in das nächste oder sogar übernächste Jahr hineinreichen. Umso wichtiger sei es, mit kleineren Angeboten in der Stadt kulturelle Veranstaltungen und Akteure zu unterstützen.

Eine zusätzliche Ausgabe ist dieser Fonds allerdings nicht: Es stammt aus den Geldern, die im vergangenen Jahr durch ausgefallene Veranstaltungen eingespart wurden. Der Kulturausschuss und der Fachbereich der Stadt sollen ein passendes Konzept ausarbeiten, wie das Geld ausgegeben werden soll. Je nachdem, welche Veranstaltungen überhaupt möglich sind.

Kein Zuschuss für AMT

Kein zusätzliches Geld gibt es hingegen für Ahaus Marketing und Touristik, um weitere Veranstaltungen zu planen. Die UWG hatte dafür 10 000 Euro beantragt. „Damit könnten lokale Künstler und Vereine unterstützt werden, um Veranstaltungen draußen und kostenlos anbieten zu können“, erklärte Ludwig Niestegge.

Christiane Gottheil (FDP) sah das kritisch: „Das ist sicherlich gut gemeint, aber mir fehlt das Konzept dahinter“, sagte sie.

Auch aus den anderen Fraktionen gab es Gegenwind: Andreas Dönnebrink (SPD) beispielsweise erklärte, dass diese Ideen auch über den gerade erst beschlossenen Kulturfonds abgedeckt werden könnten.

Und auch Dr. Michael Räckers (CDU) sah diesen Zuschuss kritisch. Schon beim Kulturfonds sei ja schon fraglich, ob das Geld 2021 überhaupt komplett ausgegeben werden könne. Gegen die Stimmen der UWG wurde der Zuschuss abgelehnt.

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