Zurzeit erkranken mehr jüngere Patienten schwer
Noch keine Intensiv-Engpässe

Ahaus -

Der Inzidenzwert im Kreis Borken liegt schon seit Tagen jenseits von 100. Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikums Westmünsterland, hat zur Situation in den örtlichen Krankenhäusern gute und schlechte Nachrichten.

Dienstag, 30.03.2021, 18:08 Uhr
In Ahaus machen sich die Verantwortlichen derzeit noch keine Sorgen – beobachten aber die Entwicklung.
In Ahaus machen sich die Verantwortlichen derzeit noch keine Sorgen – beobachten aber die Entwicklung. Foto: Markus Gehring

„Es gibt aktuell keine Engpässe in der intensivmedizinischen Versorgung“, beruhigt er. Im Ahauser Krankenhaus wurden am Montag zehn Patienten behandelt, davon drei auf der Intensivstation. In Borken und Bocholt sei das Bild ähnlich.

Insgesamt stehen dem Klinikum Westmünsterland 70 Intensivbetten zur Verfügung, 23 können im Notfallszenario noch ergänzt werden. „Wir müssen uns aktuell keine Sorgen machen, aber natürlich haben wir die Entwicklung genau im Blick“, sagt Tobias Rodig . Aus der Vergangenheit wisse man, dass die negativen Folgen von hohen Inzidenzwerten erst zeitverzögert auftreten können. „Oft kommt es erst 14 Tage später in den Krankenhäusern an“, so Rodig.

Impfkampagne zeigt Wirkung

Was aber schon jetzt deutlich wird: Die Anzahl der hochbetagten Covid-19-Patienten nimmt auch in Ahaus ab. „Das liegt vor allem daran, dass die Impfkampagne Wirkung zeigt“, erklärt der Pressesprecher.

Jedoch gibt es auch hier ein „Aber“: „Insgesamt merken wir, dass zurzeit vermehrt jüngere Patienten schwer erkranken. Hier ist ein Zusammenhang mit der sich verstärkt ausbreitenden britischen Virusmutante zu sehen“, berichtet Rodig.

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