Der Franz Beckenbauer des Hundeschlittensports
Rudi Ropertz organisiert die Weltmeisterschaft in Borken

BORKEN -

Anspannung und Vorfreude stehen Rudi Ropertz ins Gesicht geschrieben. Der Borkener ist mehrfacher Welt- und Europameister im Hundeschlittenrennen und hat nahe der Stadt Borken eine eigene Husky-Zucht. Als Cheforganisator der WM ist Ropertz im Schlittenhundesport ungefähr das, was Franz Beckenbauer im Fußball ist.

Freitag, 11.11.2011, 18:24 Uhr

„Mental“ beschäftige er sich seit einem Jahr mit den Titelkämpfen, sagt Ropertz . „Die heiße Phase begann vor sechs Wochen“. Die vergangenen Tage ist er von früh bis spät auf der Anlage zwischen Borken und Ramsdorf zu finden, die sich immer mehr mit Wohnmobilen und Zelten füllt. Das Hundegebell ist international, ansonsten überwiegt der skandinavische Zungenschlag.
Zur November-Milde in Deutschland sagt Ropertz: „So ein gutes Wetter hatten wir noch nie“. Dass zum Schlittenhundesport nicht unbedingt Schnee gehört, zeigt die Ausrüstung der „Musher“, wie sich die Sportler selbst nennen. Links und rechts und überall sind geländegängige Bikes und vierrädrige Scooter zu sehen. „Das ist eine ganz eigene Szene“, weiß Rennleiter Robert Schießer. Schlittenhunderennen – das bedeute nicht gleich Alaska, endlose Weite und knirschender Schnee.
Der Untergrund ist trocken. Die Parcours (4,5 und 7,7 Kilometer lang) sind mit Flatterband markiert. Matschbespritzte Musher werden da wohl eher die Ausnahme bleiben. Was Dr. Jürgen Lüber nicht weiter tragisch findet. Lüber ist Chef des Dachverbandes VDSV und selbst mit 14 Hunden angereist. Die Organisation sei hervorragend. „So eine große Veranstaltung hatten wir noch nie.“
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