Sprinter auf vier Pfoten
Teilnehmer der Schlittenhunde-Weltenmeisterschaft kommen aus rund 20 Nationen

Borken -

Zum weltweiten Mittelpunkt der Musher wurde am Wochenende Borken. Dort „liefen“ die diesjährigen Titelkämpfe im Schlittenhunde-Wagenrennen. Mit knapp 500 Schlittenhundeführern (besagten Mushern) aus rund 20 Nationen sowie 3000 Huskys und Artgenossen dürfte es der größte derartige Wettkampf gewesen sein, der je in Deutschland stattfand.

Sonntag, 13.11.2011, 18:11 Uhr

Die Bedingungen konnten kaum besser sein. Strahlende Sonne, schimmernder Rauhreif – die WM legte am Samstagmorgen einen Bilderbuchstart hin. Um 9 Uhr machen sich die ersten Läufer auf den Weg. „Canicross“ steht auf dem Programm. Ein Hund, eine Leine, ein Mensch. Da muss man als Zweibeiner erst mal hinterherkommen . . . Die Strecke führt durch die „Berge“, ein beliebtes Naherholungsgebiet zwischen Gemen und Ramsdorf. „The trail ist great“, schwärmt Susannah Kelly aus Kanada. Die Lehrerin aus Ottawa hatte sich für den Scooter-1-Wettbewerb angemeldet. Scooter sind die Wagen, die mangels Schnee als Alternative zum Schlitten dienen. Im Laufe des Tages wird das Tempo immer höher. Den schnellsten Lauf legt der Franzose Alain Hercher hin. Mit seinem Sechser-Gespann ist er am Samstag auf der 4,5-Kilometer-Distanz mit durchschnittlich 30,74 km/h unterwegs.

Die Stimmung auf den Wiesen am „Forellenhof“, dem Austragungsort, ist eine Mischung aus Zeltlager und olympischem Dorf. Viele Teilnehmer aus Osteuropa und Skandinavien sind mit Auto und Zelt oder mit dem Wohnmobil angereist. Bei Bodenfrost fängt für einen waschechten Musher der Spaß erst richtig an.

Rudi Ropertz aus Borken kennt das. In Alaska und eigentlich überall war der Lokalmatador aus Borken bereits – und hat Titel über Titel eingesammelt. Diesmal hat sich der 69-Jährige als Cheforganisator ins Zeug gelegt. Am Sonntagnachmittag weicht die Anspannung: „Das war eine gelungene Veranstaltung. Wir haben ein tolles Feedback sowohl von den Teilnehmern als auch von den Zuschauern bekommen.“ Und ganz nebenbei hat Ropertz noch die offene Klasse gewonnen.

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