Gronau
Lindenberg ganz privat

Donnerstag, 09.08.2007, 06:08 Uhr

Gronau . Der Pulsschlag tendierte gen 180, leichte Schweißperlen bahnten sich den Weg über die Schläfen , und auch der Boden schien ein wenig unter den Füßen nachzugeben. Der Blick schweifte währenddessen suchend durch den Raum. Nach schier endlosen Minuten des Wartens war es endlich so weit.

Udo Lindenberg betrat die Bar des Hamburger Atlantic und nahm seinen Gast herzlich in Empfang. Die anfängliche Aufregung verflog sehr schnell, denn Markus Hoymann und Udo Lindenberg verstanden sich auf Anhieb prächtig. Nach einem gemeinsamen Kaffee brachen die zwei, gemeinsam mit Hoymanns Ehefrau Erika, zu einer Stadtrundfahrt der besonderen Art auf.

Alles hatte damit egonnen, dass Markus Hoymann aus Kempen am Niederrhein sich die aktuelle Sonderaustellung „Alles klar … das Phänomen Udo Lindenberg“ im rock’n’popmuseum in Gronau anschauen wollte. Auf dem Weg dorthin ahnte er noch nicht, dass sich kurze Zeit später einer seiner größten Träume erfüllen würde. Er war der 100 000. Besucher des rock’n’popmuseums und gewann einen zweitägigen Besuch in Hamburg beim Panik-Präsidenten.

Anstatt Alsterrundfahrt, Reeperbahn und Co. steuerte Lindenberg die wichtigsten Stationen seiner künstlerischen Laufbahn an. Dazu gehörten u.a. die WG, in der das Panik-Orchester gegründet wurde, und der Ort, an dem die Kult-Kneipe „Onkel-Pö“ lange Zeit gestanden hatte. Es folgten ein gemütliches italienisches Essen und eine Führung durch das „Privat-Hotel“ des Atlantic-Hotels.

Als krönenden Abschluss gewährte Lindenberg sogar Einlass in seine privaten Gemächer, sprich die „Panik-Zentrale“ im Atlantic. Hier wartete gleich noch eine Überraschung auf den Lindenberg-Fan. Udo überreichte ihm in seinem Wohnzimmer an der Alster ein Fanpaket der Extra-Klasse. Der monströse Packen aus DVD’s, besonderen CDs, Büchern und Platten ließ das Fan-Herz im Nu höher schlagen. Natürlich signierte Lindenberg alle Geschenke, bevor Markus Hoymann und seine Frau Erika sich gegen halb drei von ihm verabschiedeten. Doch nicht, ohne vorher Pläne für die weitere Zukunft zu schmieden. „Ich wollte schon immer mal mit einem Fan aus seiner Perspektive zusammen einen Song aufnehmen“, verriet der Panik-Präsident zum Schluss. „Vielleicht kann ich diese Idee ja mit Markus verwirklichen.“ Hoymann, der noch keine Erfahrungen mit Songwriting gemacht hat, freute sich über den Vorschlag. „Ich werde mich zu Hause in Ruhe damit beschäftigen, mal gucken, was dann dabei ‘rumkommen wird.“

Für alle, die noch nicht die Sonderaustellung besichtigt haben, wird es jetzt langsam Zeit. „Alles klar… das Phänomen Udo Lindenberg“ kann nur noch bis zum 12. August im rock’n’popmuseum angeschaut werden.

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