Gronau
Rocken mit den „Bröseln“

Samstag, 18.08.2007, 12:08 Uhr

Gronau . Ende der sechziger Jahre gehörte „ Bröselmaschine “ zu den ersten deutschen Rockbands. Heute ist die Formation um Peter Bursch die älteste aktive Folk-Rockband Deutschlands. Im Jahr 2005 gab die Gruppe nach einer Pause im legendären WDR-Rockpalast ein erfolgreiches Comeback-Konzert.

Mit der Bröselmaschine steht am Freitag (14. September) nicht nur ein Stück deutscher Rockgeschichte um 20 Uhr auf der Bühne des rock’n’popmuseums; einige Bandmitglieder bieten darüber hinaus um 15 Uhr in den Räumen der Musikschule in der „Brücke“ Workshops an.

Tom Plötzer (Keyboards) studierte von 1990 bis 1994 an der Musikhochschule in Arnheim bei Rob van den Broek. Seit 1992 ist er der erste Pianist beim Musical „Starlight Express“ in Bochum. Daneben spielte Plötzer in mehreren Bandprojekten, mit denen er u. a. La Toya Jackson, die „Toten Hosen“ und „The Sweet“ supportete. Zurzeit ist er Mitglied in Peter Burschs Bröselmaschine.

Der zweite Workshop wird für Schlagzeuger angeboten. Manni von Bohr sammelte bereits in den 70er Jahren in der Krautrockband „Message“ Erfahrungen. Von 1977 bis 1980 spielte er das Schlagzeug bei Birth Control . Zu weiteren wichtigen Stationen zählen diverse Kooperationen mit Zeus B. Held und die Europatourneen mit dem US-Ausnahmegitarristen Randy Hansen. Daneben ist Manni von Bohr seit 1988 Chefredakteur des Fachblattes „Drums & Percussion und unterrichtet seit 1994 als Dozent am renommierten „Drummer’s Institute“ in Düsseldorf in den Fachrichtungen Rock-Drums, Doublebass-Drumming und Studio Drumming.

Einen Workshop für Bassisten bietet Detlef Wiederhöft an. Er studierte von 1976 bis 1980 Musik und Anglistik. Ab 1981 machte er sich als Toningenieur einen Namen. Er arbeitete in einigen der bedeutendsten deutschen Studios, darunter die Dieter Dierks Studios in Stommelen und das Tonstudio Conny Plank. Entsprechend renommiert ist die Liste seiner Produktionen als Toningenieur, Tontechniker oder Produzent: Rory Gallagher, „Scorpions“, Mike Oldfield, „Supertramp“ etc. Aber auch seine Referenzliste musikalischer Kooperationen lässt sich sehen. Auf ihr finden sich die Bluesgröße Champion Jack Dupree, Markus Stockhausen, Helge Schneider und schließlich Peter Burschs Bröselmaschine.

Michael Dommers (Workshop Gitarre) spielte nach einigen Amateurprojekten ab 1978 bei der Band Wallenstein, die seinerzeit mit „Charline“ einen erfolgreichen Singlehit hatten. Mit Wallenstein nahm er insgesamt vier LPs auf, die eine Gesamtauflage von 1,5 Millionen erreichten. 1983 wechselt Michael Dommers nach Duisburg und steigt bei Peter Burschs Bröselmaschine ein. Seit 1990 zählt er zu den festen Mitgliedern in Peter Burschs All Star Band, bekannt durch zahlreiche themenbezogenen Rock-Revuen, und der jährlichen Konzertreihe Acoustic Nights, die inzwischen weit über die Grenzen Duisburgs hinaus Kultstatus erreicht hat. Neben der Musik blickt Michael Dommers auf langjährige Tätigkeit als Redakteur und Testautor bei der größten deutschen Musiker-Fachzeitschrift „Gitarre & Bass“ zurück.

Der Meister persönlich, Peter Bursch, „Gitarrenlehrer der Nation“, „Rebell der Gitarrenpädagogik“ und Autor zahlreicher erfolgreicher Gitarrenbücher wird am Samstag (15. September) um 12 Uhr im rock’n’popmuseum im letzten Workshop dieses Wochenendes seine Tricks und Kniffe vermitteln. Dieser Workshop richtet sich an die Interessenten des Kurses „55+ - zu alt zum Abrocken? …von wegen! - Endlich die Superhits der eigenen Jugend auf der Gitarre spielen“. Die restlichen Einheiten dieses Kurses finden in Räumen der Musikschule unter der Leitung von Hartmut Springer statt. Darüber hinaus sind natürlich alle anderen Interessenten herzlich willkommen.

Die Teilnahme pro Workshop kostet zehn Euro. Hierin ist der Eintritt zum Konzert mit Peter Burschs Bröselmaschine sowie ein Besuch der Ausstellung des rock’n’popmuseums vor dem Konzert von 18 bis 20 Uhr enthalten.

Als Vorgruppe steht „Punk Floyd“ auf dem Programm. Das Quintett aus dem Ruhrgebiet, das bereits im vergangenen Jahr beim Open Air „Auf die Ohren“ die Massen begeisterte, spielt eine energiegeladene Mischung aus Hard-Rock und Blues mit psychedelischen Einflüssen und verleiht Rocklegenden von „The Doors“ bis Jimi Hendrix ihren individuellen Anstrich. Das Konzert im rock'n'popmuseum beginnt um 20 Uhr, der Eintrittspreis beträgt zehn Euro an der Abendkasse.

Anmeldung zu den Workshops und weitere Auskünfte: Büro der Musikschule, ( 0 25 62/12-4 72), E-Mail: musikschule@gronau.de

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