Gronau
Zirkus-Kunst statt kühles Nass

Gronau. „Manege frei – Spot an für den Zirkus Traumwelt“, hieß es am Pfingstwochenende am Dreiländersee. Während Tausende von Ausflüglern ins Naherholungsgebiet gekommen waren, um sich ins kühle Nass zu stürzen...

Montag, 12.05.2008, 15:05 Uhr

Gronau . „ Manege frei – Spot an für den Zirkus Traumwelt“, hieß es am Pfingstwochenende am Dreiländersee. Während Tausende von Ausflüglern ins Naherholungsgebiet gekommen waren, um sich ins kühle Nass zu stürzen, galt die volle Aufmerksamkeit von 120 Nachwuchsartisten nur ihren Vorstellungen. Drei Tage lang hatten Dritt- und Viertklässler der Eilermarkschule, der Hermann-Löns-Schule, der Overbergschule und der Viktoriaschule geprobt, um mit Hilfe der Circuspädagogen Edgar Hedergott und Dieter Schaade von der freien pädagogischen Initiative Unna ein Zirkus-Programm auf die Beine zu stellen, das sich sehen lassen konnte. „Mobil, flexibel, innovativ“, heißt das Lebensmotto der beiden Circuspädagogen, die stets zu improvisieren wissen.

Im ausverkauften 300 Quadratmeter großen Zelt gehen die Spots aus. Eine Stimme verkündet: „Das ist der blaue Planet – unsere Erde. Wir sind für sie verantwortlich“. Alle mitwirkenden Stars tauchen im Rund der Manege auf, halten den blauen Planeten fest und nehmen die 350 Besucher mit auf eine märchenhaften Reise ins Land der Zauberer, Fakire, Feuerspucker und Artisten.

„Wir werden Sie einheizen“, erklärt Wilhelm Hewing, der zum dritten Mal für die Organisation dieses ehrenamtlichen Projektes verantwortlich zeichnet und denkt dabei wohl nicht nur an die tropischen Bedingungen im rot-blauen Zwei-Masten-Circuszelt.

Als erstes bringen die Zauberer die Menge zum Staunen, indem sie Tücher verwandeln, Dinge in Zylindern verschwinden lassen und am Ende sogar Hasen herbeizaubern. Kein Trick scheint ihnen zu schwierig. Der erste Applaus ertönt, das Eis ist gebrochen und bei den kleinen Künstlern macht sich das Strahlen auf den Gesichtern breit.

Im Zirkus Traumwelt gibt es keine Tier-Dressuren. Stattdessen folgen flüssige Übergänge von einem Highlight zum anderen. Von Akrobatik über Seiltanz, Fakir-Darbietungen bis hin zu Trapez-Künsten zeigen die Grundschüler, was sie in kürzester Zeit erlernt haben. Für Spaß und Unterhaltung sorgen zudem die Clowns. Heiß her geht es am Ende auch noch bei den Feuerspuckern, die meterhohe Feuerwolken in die Luft spucken und dafür anerkennenden Applaus ernten. Danach heißt es beim großen Finale mit „We are the world“ Abschied nehmen von den vielen Künstlern, die Groß und Klein einen unvergessenen Nachmittag bescherten. |Bildergalerie unter www.westfaelische-nachrichten.de

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