Gronau
„Da n’ase, da n’ase“ – „Danket Gott“

Donnerstag, 06.11.2008, 12:11 Uhr

Gronau . Der CVJM Gronau hatte jetzt Mitglieder und Freunde des Vereins zu einem interessanten Informationsabend zum Stand der Weltdienstarbeit in Ghana und Sierra Leone eingeladen. Rund 30 überwiegend jugendliche CVJMer folgten dem Aufruf und erlebten einen lehrreichen Abend. Bevor Referent Eckard Geisler , der als Weltdienstbeauftragter für den CVJM Westbund tätig ist, mit seinem Vortrag begann, gab es als kulinarische Hinführung für die Gäste ein ghanaisches Essen. Dazu hatten einige Mitarbeiter aus dem Verein vorab Hähnchen mit Erdnuss-Sauce auf afrikanische Art mit Reis zubereitet.

Nach der schmackhaften Stärkung führte Geisler die Teilnehmer mit seiner lockeren Art in das Thema des Abends ein. Hierbei kam ihm zugute, dass er seine Schilderungen immer aus selbst gemachten Erfahrungen vom Schwarzen Kontinent würzen konnte. Die Ausführungen ergänzte er mit zahlreichen Fotos aus der vielfältigen Projektarbeit der vergangenen Jahre.

Als Erstes ging Geisler auf Ghana – ein Staat in Westafrika, der so groß ist wie die alte Bundesrepublik – ein. Im Süden grenzt Ghana an die Benin-Bucht des Atlantiks. Die Nachbarländer sind im Westen Elfenbeinküste und Togo im Osten. 43 Prozent der 14 Millionen Einwohner sind Christen. Der YMCA Ghana umfasst dort laut Geisler derzeit 77 Vereine, verteilt über die sechs Regionen des Landes. 23 Vereine aus dem CVJM-Westbund sind eine Partnerschaft mit einem YMCA-Verein in Ghana eingegangen. Neben der Begegnung und der Beziehungspflege fördern sie schwerpunktmäßig die Vorschulerziehung. Im Rahmen der Partnerschaften sind Kindertagesstätten (Day Care Centre) entstanden. Diese Einrichtungen werden praktischerweise auch gleich als Vereinshaus genutzt, wie Geisler ergänzend hinzufügte.

In einer kleinen Pause wurde das ghanaische Lied „Da n’ase, da n’ase“ („Danket Gott“) gesungen. Nach kurzer Übung klappte dieses Unterfangen (wider Erwarten) ganz ordentlich.

Im zweiten Teil seines Referates skizzierte Eckhard Geisler die bisherige Weltdienstarbeit mit dem YMCA in Sierra Leone. Das Land liegt in Westafrika, hat die Größe von Bayern und etwa 4 800 000 Einwohner. Trotz der starken Behinderungen der Arbeit durch den zehnjährigen Rebellenkrieg hat sich der YMCA bis heute in vier Regionen des Landes in 22 Ortsvereinen erfolgreich ausgebreitet.

Der CVJM-Westbund finanziert über Spenden die Ausbildung von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden vor Ort, Gehälter und auch die Kosten verschiedener Projekte. Zusammen mit anderen Organisationen kümmert sich der YMCA Sierra Leone unter Mithilfe des CVJM-Westbundes um Heimatvertriebene, sorgt in Kenema für Ausbildungsmöglichkeiten in handwerklichen Grundfertigkeiten für vom Krieg benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene und bildet in Freetown und Bo Bürogehilfen und Schneiderinnen aus. Frauen haben sich im YMCA Sierra Leone in eigenen Gruppen zusammengeschlossen.

Im Oktober dieses Jahres konnten der YMCA Sierra Leone und der CVJM-Westbund in der Hauptstadt Freetown des westafrikanischen Landes 30 Jahre Partnerschaft zwischen ihren beiden Verbänden feiern, eine Partnerschaft, die weit über die Beziehungen der Dachverbände hinausgewachsen ist.

„Auch wir hier vor Ort erkennen in der Weltdienstarbeit einen relevanten Faktor christlicher Partnerschaft und unterstützen seit vielen Jahren diverse Projekte“, heißt es abschließend in dem Pressebeitrag des CVJM Gronau.

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