Gronau
Modellstandort für Kindertagespflege

Mittwoch, 06.05.2009, 21:05 Uhr

-pd- Gronau - Das Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundesfamilienministeriums hat die Stadt Gronau als örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zum Modellstandort ausgewählt. Damit fließen in den nächsten zwei Jahren bis zu 100 000 Euro an Mitteln in die Kindertagespflege in Gronau. Darauf weisen jetzt die Bundestagsabgeordneten der Region, Ingrid Arndt-Brauer ( SPD ) und Jens Spahn (CDU) hin.

„Es freut mich sehr, dass Gronau als einer der ersten von insgesamt 200 Modellstandorten ausgewählt wurde. Damit können jetzt wichtige Impulse gesetzt werden, um die frühkindliche Förderung zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern“, sagt Jens Spahn.

Freude über die Entscheidung für Gronau auch bei der SPD-Finanzpolitikerin Ingrid Arndt-Brauer. Die 100 000 Euro können nach ihren Angaben in einem Zeitraum von zwei oder drei Jahren flexibel ausgegeben werden, um mit gezielten Maßnahmen die Qualität der Kindertagespflege zu verbessern.

Ausschlaggebend für die Aufnahme in das Modellprojekt war nach Informationen der SPD-Bundestagsabgeordneten das zukunftsorientierte Konzept des Gronauer Jugendamtes. Dieses beinhalte unter anderem den qualitativen Auf- und Ausbau der Kinderbetreuung durch Tagesmütter oder -väter. Wichtige Kriterien für die Fördermittelvergabe waren Qualitätssteigerungen durch Fortbildungen von „Tagespflegepersonen“ sowie Kooperationen mit Partnern und anderen Netzwerken.

Die Aufgabe der Modellstandorte besteht darin, die lokalen Strukturen zur Gewinnung, Qualifizierung und Vermittlung von Tagesmüttern und -vätern auszubauen, machte Jens Spahn deutlich. Die zwei weiteren Säulen des aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierten Programms sollen einheitliche Rahmenbedingungen für die Qualifizierung der Tagespflegepersonen schaffen und den Informationsfluss bzw. die Vernetzung im Bereich der Kindertagespflege verbessern

Ziel sei es, den Beruf der „Tagesmutter oder des -vaters“ zu einem echten Beruf mit angemessener Vergütung weiter zu entwickeln. Ingrid Arndt-Brauer: „Dazu gehört, dass die Kindertagespflege besser bekannt gemacht wird, damit künftig noch mehr Eltern das Angebot nutzen.“ In Zukunft würden daher auch die Agenturen für Arbeit die Tätigkeit der „Tagesmütter/-väter“ in die Arbeitsplatzsuche und -vermittlung einbeziehen. Gerade im Münsterland spiele die Kindertagespflege eine wichtige Rolle. Diese gelte es zu stärken, so die Abgeordnete weiter.

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