Gronau
Arbeitskreis „Die Hummel“ geht an die Öffentlichkeit

Dienstag, 02.06.2009, 13:06 Uhr

Gronau - Die Palette an psychischen Krankheiten und Lebenskrisen, unter denen immer mehr Menschen leiden, ist so groß wie das Angebot an Hilfen und Therapien dagegen. Wie aber steht es mit jenen, die „mitleiden“? Besonders Kinder von Eltern mit psychischen Problemen und Krankheiten erleben ihre Situation oft hilflos und isoliert.

Mit einem öffentlichen Informations- und Gesprächsabend am Donnerstag (4. Juni) ab 19 Uhr im Walter-Thiemann-Haus will der Arbeitskreis „Die Hummel “ die Isolation durchbrechen. Unter dem Motto „Flieg, Hummel, flieg“ lässt Reinhild Wantia , Psychiatriekoordinatorin beim Kreis Borken , Betroffene wie Fachleute zu Wort kommen.

„Es ist nach wie vor ein großes Tabu und Familiengeheimnis, wenn Eltern häufig berauscht oder depressiv sind oder ungewöhnliche Verhaltensweisen zeigen“, haben die Mitglieder des Arbeitskreises „Die Hummel“ festgestellt. Fachleute aus der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie des Lukas-Krankenhaus, betroffene Eltern und Vertreter der Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie haben mit Unterstützung der Stadt Gronau, der Caritas, des Diakonischen Werks, der Evangelischen Kirchengemeinde und des Kreises Borken ein Konzept entwickelt, das betroffenen Kindern und Jugendlichen Aufklärung, Hilfe, Unterstützung und Austausch untereinander bietet. Seit einigen Wochen treffen sich bereits Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren im Familienzentrum „Luise“ (WN berichteten).

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