Gronau
Über 260 Azubis vor Ort

Gronau/Bad Oeynhausen - Die Diakonische Stiftung Wittekindshof unterstützt Menschen mit Behinderungen jeden Alters und bietet in Gronau und Ahaus ein integratives Familienzentrum und Kindertagesstätten für Kinder mit und ohne Behinderungen an...

Donnerstag, 23.07.2009, 14:07 Uhr

Gronau / Bad Oeynhausen - Die Diakonische Stiftung Wittekindshof unterstützt Menschen mit Behinderungen jeden Alters und bietet in Gronau und Ahaus ein integratives Familienzentrum und Kindertagesstätten für Kinder mit und ohne Behinderungen an. Um das dafür notwendige Personal zu qualifizieren, wurde schon früh, die Mitarbeiterausbildung als fester Auftrag in der Satzung verankert.

Mittlerweile nutzen auch viele andere Träger aus dem Sozialbereich das Wittekindshofer Ausbildungsangebot. Über 260 Frauen und Männer absolvieren eine diakonisch-theologisches oder pädagogische Ausbildung oder nehmen an einem Aufbaustudiengang teil. Dazu gehören regelmäßig auch Mitarbeiter/-innen aus Gronau. Lisa Oude Lansink hat jetzt zusammen mit 37 weiteren Frauen und Männer die Ausbildung als Heilerziehungshelferin erfolgreich abgeschlossen.

„Mit Ihrer Ausbildung haben Sie eine qualifizierte und verlässliche Basis für ihre berufliche Zukunft und ihre weiteren Entwicklungsmöglichkeiten in sozialen Arbeitsfeldern gelegt“, erklärte der Leiter des Evangelischen Berufskollegs Wittekindshof Uwe Vogelpohl bei der feierlichen Zeugnisübergabe. Parallel zur staatlich anerkannten Heilerziehungshilfeausbildung haben einige Absolventen auch die Fachoberschulreife mit oder ohne Qualifikationsvermerk erworben. Die Fachoberschulreife berechtigt zur Teilnahme an der dreijährigen Erzieher- oder Heilerziehungspflegeausbildung, die einige Absolventen direkt am Evangelischen Berufskolleg Wittekindshof anschließen.

Die Basisqualifikation als Heilerziehungshelfer/-innen haben in zwei Ausbildungsklassen einerseits sehr junge Menschen zum Teil direkt nach dem Besuch der Hauptschule absolviert. Andererseits haben Frauen und Männer sich sonderpädagogische Kompetenzen angeeignet, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung in sehr unterschiedlichen Berufsfeldern verfügen und bereits mit behinderten Menschen im Wohnbereich oder der Werkstatt arbeiten. Neben den vorgeschriebenen Lehrplaninhalten haben sich die Absolventen besondere Fähigkeiten im Bereich der Gesprächsführung, Kommunikation sowie Biografiearbeit erarbeitet oder sich mit besonderen pflegerisch-pädagogischen Unterstützungsmöglichkeiten von Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen vertraut gemacht. In unterschiedlichen Unterrichtszusammenhängen wurden die Stichworte Integration und Inklusion und die Konsequenzen für das berufliche Selbstverständnis diskutiert.

Schulleiter Uwe Vogelpohl erinnerte an die Herausforderung, dass Menschen mit Behinderungen nicht mehr wie früher in erster Linie als Hilfeempfänger wahrzunehmen seien, sondern als Auftraggeber von Unterstützungsleistungen, die ihnen gesetzlich zustehen, um größtmögliche Teilhabe und Selbstbestimmung zu erlangen. Mitarbeiter müssten zusammen mit  den behinderten Menschen den Unterstützungsbedarf und persönliche Bedürfnisse klären und dabei das gesamte Lebensumfeld in den Blick nehmen, um konkrete Teilhabemöglichkeiten am Leben in der Gemeinschaft, in den Bereichen Bildung, Arbeit und Freizeit zu erschließen.

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