Gronau
Kritik am Zustand rund um die Schieferkuhle

Montag, 14.12.2009, 12:12 Uhr

Gronau - Mit dem Zustand des Areals rund um die Schieferkuhle sind die Anwohner offenbar nicht zufrieden. Das zeigte sich bei einer Versammlung, zu der die Fraktion „Pro Bürgerschaft“ die Bewohner eingeladen hatte. Vorsitzender Herbert Krause betonte, dass seine Fraktion „vor politischen Entscheidungen die Meinungen aus der Bürgerschaft hören und mit einbringen will“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Sehr schnell kam es zu einer lebhaften Diskussion, in der die Bürger auf viele Probleme aufmerksam machten. „Uns wurden die neuen, durchaus teuren Grundstücke entlang der Grachten mit Seeblick angepriesen. Und dass es sich hierbei um eine gepflegte, verkehrsberuhigte Wohngegend mit hoher Lebensqualität handelt.“ Im Ergebnis fänden sie nunmehr unbebaute, durch alte Baumaterialien stark vermüllte Grundstücke vor. Hinzu kämen Hundekot, Wildwuchs und Ablagerungen, wohin das Auge reicht. Anders als zum Beispiel auf dem Inselparkgelände werde die Grachtenanlage an der Schieferkuhle nicht gereinigt. Sonst könnten sich die Anwohner einen alten Kühlschrank, der vor rund zwei Jahren in die Gracht geworfen worden ist, nicht erklären. Auch die Wege und Flächen um den See herum würden nicht gepflegt und nur unzureichend beleuchtet, so der Vorwurf. Zudem fänden vor allem an den Wochenenden der Sommermonaten bis tief in die Nacht Trinkgelage und Grillpartys mit betrunkenen und lärmenden Zeitgenossen statt. „Diese kommen aus dem gesamten Stadtgebiet extra ,angereist“.

Insbesondere die niederländischen Neubürger sind über die Art der Umgebungspflege mit der Tendenz zur Verwahrlosung durch die Stadt enttäuscht. „Ich habe doch keinen Campingplatz gekauft“, brachte ein Anwohner die kritik auf den Punkt. Pikantes Detail am Rande: Die erhöhten Grundstückspreise begründete die Stadt seinerzeit vor allem mit der wundervollen Wasser- und Landschaftsanlage.

Besonders erfreut zeigte sich „Pro Bürgerschaft“ letztendlich darüber, dass noch in der Versammlung eine „Bürgerpartnerschaft Schieferkuhle“ mit mehr als 20 Aktiven gebildet wurde. Weitere Interessierte können sich bei Ellen Loge ( ' 2 17 78) melden.

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