Gronau
Big Brother ad acta gelegt

Samstag, 22.05.2010, 12:05 Uhr

Gronau - Eine Videoüberwachung von Bahnhofstraße und Hörster Straße wird es (vorerst) nicht geben. Das im Herbst 2008 bewilligte Projekt wurde jetzt aufgegeben. Darüber hat Landrat Dr. Kai Zwicker die Stadt informiert, wie Bürgermeister Karl-Heinz Holtwisch jetzt dem Hauptausschuss mitteilte.

Grund für die Entscheidung seien zum einen rückläufige Fallzahlen, zum anderen aber auch die Kosten: 189 000 Euro sollten nach Angaben der Kreispolizei allein die einmaligen Aufschaltkosten für mehrere Videokameras im Bereich Bahnhofstraße, Durchgang im „Elefanten“ und im Bereich Hörster Straße kosten. Zudem wären jährliche Unterhaltungskosten in Höhe von rund 60 000 Euro angefallen, die vor allem wegen der Leitungskosten zur Aufschaltung der Videoüberwachung auf die Kreisleitstelle der Polizei in Borken entstanden wären.

Der Landrat habe zudem erneut versichert, dass die Zuweisung von Polizeibeamten für den Standort Gronau jährlich angepasst werde und den Anforderungen an den Standort entspreche, machte Holtwisch vor dem Ausschuss deutlich. Zwar bestehe in Gronau ein höheres Kriminalitätsaufkommen als in anderen Kommunen des Kreises, die Fallzahlen seien jedoch in den Jahren 2008 und 2009 gegenüber 2007 rückläufig. Seit 2007 sei die Zahl der tatsächlich registrierten Straßenkriminalität um 34 Prozent zurückgegangen.

Ursachen für den Rückgang der Zahlen sind nach Meinung der Kreispolizeibehörde die Einrichtung eines Behördenbüros im alten Fischladen Krienke, die Reduzierung der Vergnügungsstätten im Bereich Hörster Straße und das polizeiliche Einsatzkonzept Bahnhofstraße mit verstärkter Präsenz vor Ort.

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