Gronau
Abstand zu gering: Baugenehmigung wurde aufgehoben

Donnerstag, 16.09.2010, 18:09 Uhr

Gronau-Epe/Münster - Weil der Abstand zwischen einem Mobilfunkmast des Betreibers O2 und der Grundstücksgrenze eines Anliegers zu gering ist, hat das Verwaltungsgericht in Münster am Donnerstag eine Baugenehmigung der Stadt Gronau aufgehoben.

Der Anlieger eines Grundstücks am Storkerhook in Epe hatte gegen die Kommune geklagt und bekam recht. Statt des vorgeschriebenen Abstandes von mehr als 14 Metern betrage der Abstand zwischen Mast und Grundstücksgrenze des Klägers nur rund 10,5 Meter, so der Sprecher des Verwaltungsgerichts, Richter Michael Labrenz .

Der Mobilfunkbetreiber hatte vor Gericht eine Sonderregelung geltend gemacht, wonach der Abstand geringer sein darf, wenn die Einfriedung des Mastes nicht parallel zur Grenze steht, sondern quasi über Eck. Diese Regelung könne im konkreten Fall aber nicht angewandt werden, urteilten die Richter. Zwar verfüge das Bauwerk im unteren Bereich über eine derartige Einfriedung, im Antennenbereich darüber aber nicht - insofern seien die normalen Abstandsflächen einzuhalten.

Der Mobilfunkbetreiber O2 hat jetzt mehrere Möglichkeiten: Er kann, wie Labrenz deutlich machte, gegen das Urteil Berufung einlegen und den Fall in der nächsten Instanz­ überprüfen lassen. Möglich ist auch, dass der Betreiber den Mobilfunkmast umbaut und bei der Stadt eine neue Baugenehmigung beantragt. Sollte das nicht möglich sein, bliebe am Ende nur der Abriss der Anlage.

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