Gronau
Karneval in Pielepatten-Aqualand

Montag, 31.01.2011, 06:01 Uhr

Gronau-Epe - Norbert V. heißt der neue Prinz der Eper Kolping-Narren. Am Samstag stellte er sich nach dem umjubelten, vom Spielmannszug der KAB Epe angeführten Einzug seinem Narrenvolk bei Bügener vor. Dabei erinnerte er an den Eifer und den Mut, den viele Eperaner beim Kampf gegen die Dinkelfluten im vergangenen August bewiesen hatten.

Auf das Motto des Kolping-Karnevals „Uns geht´s gut - trotz Flut“ ging auch der „Schleuser von Epe“ ein. Von „Pielepatten­aqualand in der Eper City“ sprach er und ließ in wohlgesetzten Worten Revue passieren, wer seinerzeit so alles nasse Füße bekommen hatte. Hinter dem Schleuser verbarg sich niemand anders als Dirk Terbahl, der auch als Sitzungspräsident charmant, dann wieder närrisch-direkt durchs Programm führte. Es war ein abwechslungsreiches, aus Büttenreden und Tanzvorführungen bestehendes Unterhaltungsprogramm, das der Elferrat in diesem Jahr zusammengestellt hatte.

Selbst Bürgermeister Karlheinz Holtwisch sprach bei seiner Begrüßung in Reimen. „Wäre das auch Bedingung in Ratssitzung“, gab er auf Nachfrage Terbahls zu, „würde sich wohl so mancher kürzer fassen.“

Mit ihren farbenfrohen Kostümen brachte die Tanzformation „ N-Joy “ aus St. Arnold bei Rheine einen exotischen Hauch von „Bollywood“ in den Festsaal bei Bügener. Temperamentvoll, mit akrobatischen Einlagen tanzten sich „Die Bängelz“ vor allem in die Herzen der weiblichen Gäste. Die seit 2008 bestehende Hobbyformation, ebenfalls aus St. Arnold, durfte genau wie „N-Joy“ erst nach einer schweißtreibenden Zugabe ihre Orden auf der Bühne entgegennehmen.

Kaum ist die Karnevalszeit zu Ende bricht im Frühsommer mit den Schützenfesten die nächste Festsaison an. Seine Erfahrungen aus dem Norden der Republik brachte sehr zur Freude des Publikums ein Schützenbruder zu Gehör. Mit Kampfsport verglich er sein Dasein als Schütze und nannte da den Kampf um den besten Platz an der Theke bei Freibier sowie den Kampf gegen die „grüne-Jacken-Allergie“ seiner Ehefrau. Aber auch die Unvereinbarkeit von mehrtägigem Alkoholkonsum und geordnetem Marschieren der Schützen kam zur Sprache. Mit „grün lackierte Donauwelle auf Ecstasy“, fand er eine vielsagende Umschreibung.

Keine Karnevalsfeier ohne Schunkellieder. Der Elferrat gab sich entsprechend seinem Motto ganz maritim und sang gemeinsam mit dem Publikum: „An der Eper Küste, am Dinkelstrand, da sind alle Narren außer Rand und Band“.

Als Kommissar Knut Knutsen wagte sich Elferratsmitglied Markus Lück ganz leger im ballonseidenen Proll-Outfit auf die Bühne und sprach über Verkehrssicherheit und Kondomautomaten.

Stimmung in den Saal brachte das Gronauer Dreigestirn Gustav I., Corinna I. und Hofmarschall Wolfgang mit seiner Gesangseinlage. Bevor schließlich der Tanz für alle eröffnet wurde, standen noch Verlosung und Kostümprämierung an. „Biene Maja“ Margret und „Clownin“ Ingrid trugen den wohlverdienten Sieg für ihre Kostüme davon.

Mit der 62. Auflage ist der Eper Kolping-Karneval offensichtlich etwas in die Jahre gekommen. Aber trotz zurückgegangener Gästezahl hat die Qualität des Programms nicht nachgelassen, wie auch Bürgermeister Holtwisch bestätigte. Vor allem der Gruppe Albers mit „Bauchredner“ Michael Averbeck und seinen etwas groß geratenen und überaus frechen „Handpuppen“ Markus Albers und Markus Hörmann war es gelungen, eine junge und feierfreudige Fangemeinde anzuziehen. Gute Aussichten also für ein Wiedererstarken des Kolping-Karnevals in den nächsten Jahren.

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