Gronau
Eine mächtige Adelsanlage

Dienstag, 22.02.2011, 11:02 Uhr

Gronau - Schlösser, Burgen und Herrschaftshäuser stehen immer wieder auf dem Besichtigungsprogramm des Heimatvereins Gronau. In ´s-Heerenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Montferland in der Provinz Gelderland ,liegt mit Huis Bergh eines der größten und bedeutendsten Schlösser der Niederlande. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist von Burggraben und Festungswall auf einer Fläche von fast 1400 Hektar umgeben. Den Heimatfreunden bot sich ein imposanter Anblick dieser mächtigen Adelsanlage .

Bei einem geführten Rundgang erhielten die Besucher einen Einblick in die Geschichte dieses Hauses. Ursprünglich war das Schloss Stammsitz der mächtigen Grafen Van den Bergh. Im 18. Jahrhundert ging der Besitz an das Haus Hohenzollern-Sigmaringen über. 1912 kaufte es der Textilindustrielle, Mäzen, Kunstsammler und Naturschützer Dr. Jan Herman van Heek aus Enschede, der später das Schloss und die umliegenden Besitztümer in eine Stiftung einbrachte, sodass es heute für jedermann zugänglich ist.

Van Heek war nicht nur von Haus und Landschaft fasziniert, sondern auch von der mittelalterlichen Kunst. Gezeigt werden von ihm gesammelte Kunstwerke: Italienische Malereien, aufwendige Handschriften, Bücher aus dieser Epoche, deutsche Kunst aus dem 16. Jahrhundert sowie nordeuropäische Werke aus der Umgebung von Jeroen Bosch und Lucas Cranach. Religiöse Abbildungen, aber auch Skulpturen unterschiedlicher Art aus verschiedenen Epochen und Porträts der Bewohner aus dem 15. und 16. Jahrhundert gehören ebenfalls zur Ausstellung.

Einen besonderen Raum nahm die Dokumentation um den umstrittenen Hendrik Graf van den Bergh (1573 - 1638) mit seinem lebensgroßen Porträt ein, der während des 80-jährigen Krieges in Diensten der Spanier stand. Während das Bildnis von einem der renommiertesten Porträtmaler, Otto van Veen, stammt und erst vor Kurzem von der Stiftung erworben wurde, sind auf Schrifttafeln der Werdegang Hendriks als Oberbefehlshaber, die militärischen Verdienste im spanischen Heer und sein Übertritt zu den Oraniern im Jahr 1632 dargestellt.

„In und um Huis Bergh vereinen sich Kultur und Natur“, lautet das Fazit des Heimatvereins nach diesem Ausflug.

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