Gronau
Auf hölzernem Weg zur Integration

Donnerstag, 24.03.2011, 07:03 Uhr

Gronau - Auf einen „Holzweg“ begeben sich derzeit die SG und der Jugendmigrationsdienst Gronau mit zahlreichen Kooperationspartnern: Mittels hölzerner Figuren wollen die Beteiligten das Thema Integration in die Öffentlichkeit bringen. „Freunde fürs Leben“ haben sie das Projekt getauft. Denn die beteiligten Kindergartenkinder sollen ihre „Freunde fürs Leben“ - mit und ohne ausländische Wurzeln - zeichnen, diese Vorlagen dann auf Holz gebracht und ausgestellt werden.

Die Idee dazu hatte Franziska Lengers vom Jugendmigrationsdienst der Ev. Jugendhilfe Münsterland . „Die gegenwärtige öffentliche Diskussion führt zu vielen Missverständnissen und Irritationen in der Bevölkerung“, so die Projektverantwortlichen. Durch eine spektakuläre Aktion soll das Thema Integration mit vielen Akteuren über positive Beispiele in der Öffentlichkeit platziert und dabei deutlich gemacht werden: „Integration beginnt im Kindergarten.“

Vertreter der beteiligten Einrichtungen legten jetzt bei einem Arbeitstreffen im Stadtteilzentrum „GroW“ der Diakonie den Fahrplan fest. Demnach sollen die Partner bis zum Monatsende ihre gemalten „Freunde fürs Leben“ bei Birgit Hüsing-Hackfort von der SG Gronau abliefern, bei der die neue Aktion Teil des Projekts „Viele Kulturen - ein Verein“ ist.

Diese Zeichnungen sollen dann von der städtischen Beschäftigungsgesellschaft „Chance“ auf größere und kleinere Spanplatten übertragen und ausgesägt werden. „Chance“-Geschäftsführerin Ira von Borczyskowski denkt bei der Ausführung an eine Ausbildungsgruppe von Jugendlichen. „Es wäre natürlich schön, wenn die auch einen Lerneffekt haben.“ 25 großformatige Platten und rund 50 kleinere sind geplant. Nach dem Ausschneiden sollen die „Freunde“ Anfang Mai noch von den Kindern gestaltet, beispielsweise bemalt werden.

Die fertigen Figuren sollen dann der Öffentlichkeit präsentiert werden - erstmals ab dem 10. Mai im Sparkassen-Finanzzentrum in Gronau. Die Projektpartner können sich aber auch eine Ausstellung in Schaufenstern der Innenstadt, im „GroW“ und in der Volksbank vorstellen. Auch über Möglichkeiten einer Internet-Präsentation denken sie nach.

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