Gronau
Projekte gemeinsam entwickeln

Mittwoch, 02.03.2011, 08:03 Uhr

Gronau - Wo sonst, wenn nicht im deutsch-niederländischen Grenzraum , sollte der Europagedanke Wirklichkeit werden? Darüber, und dass es auf dem Weg dorthin noch viel zu tun gibt, waren sich die Teilnehmer des niederländisch/deutschen Symposiums, das jetzt im Gronauer Wirtschaftszentrum tagte, völlig einig.

Eingeladen hatten die örtliche FDP gemeinsam mit den niederländischen Freunden von D66 aus Enschede . Gerben Jan Gerbrandy, Europa-Abgeordneter der D66 und Aart Kaarsen (Lijsttrekker der D66 in Overijssel) kritisierten immer noch bestehende Bürokratiehemmnisse. Fehlende Harmonisierung der Gesetzgebung, insbesondere im sozialen und gesundheitspolitischen Bereich, seien auch heute noch Hemmnisse für die grenzüberschreitende Kooperation.

Erschwerend komme hinzu, dass regionale Administrationen in der Vergangenheit nicht besonders durch gegensteuernde Maßnahmen aufgefallen seien. Das müsse sich ändern.

Neben diesen mehr allgemein-politischen Themen hatte sich das Gremium einer konkreten Fragestellung zugewandt: Chancen und Möglichkeiten der grenzüberschreitenden kommunalen Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet.

Hier sahen die Teilnehmer eine deutliche Chance in der gemeinsamen Nutzung der in Enschede beheimateten wissenschaftlichen Einrichtungen. Der Präsident der Universität Twente, Anne Fliermann, zeigte sich überrascht und auch etwas enttäuscht, wie wenig Kenntnis in Gronau darüber herrscht, auf welchen Gebieten die Hochschulen im benachbarten Enschede tätig sind. „Unsere Hochschullandschaft ist auch Ihre Hochschullandschaft“, fasste er sein Angebot zusammen, für mehr Transparenz zu sorgen und gemeinsam Wege der Zusammenarbeit zu suchen.

Wenn aus den Hochschulen ausgegründete Unternehmen, aber auch wissenschaftliche Einrichtungen mit deutschen Unternehmen und Hochschulen gemeinsame Projekte angingen, sei dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung, meinte Kees Eijkel (Direktor Kennispark, Enschede).

Frank Vetter und Bernd Thyhatmer (Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Gronau) ergänzten diese Gedanken und vertraten die Auffassung, dass in Kooperationen der hiesigen Wirtschaft mit technologieorientierten Unternehmen sowie der Wissenschaft in den benachbarten Niederlanden eine besondere Chance für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zu sehen sei.

Die Gronauer FDP-Fraktion verabredete mit der Fraktion D66 Enschede künftig regelmäßige Gespräche. Ziel soll es sein, Synergien und gemeinsame Projekte zu entwickeln und regionale Probleme kooperativ anzugehen, schreibt die FDP in ihrer Mitteilung.

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