Gronau
Luftige Behausung für den Mauersegler

Dienstag, 12.04.2011, 11:04 Uhr

Gronau - 2003 war er der Vogel des Jahres: der Mauersegler . Rund einen bis zwei Monate braucht ein Jungvogel, bis er flügge wird. Doch die Nistmöglichkeiten für die geschützte Vogelart schwinden dahin, denn Mauersegler nisten vorzugsweise in Ritzen und Spalten an Gebäuden in luftiger Höhe.

„An Neubauten finden die keinen Platz“, erklärt Thomas Keimel von der Gronauer NABU-Gruppe ( Naturschutzbund Deutschland ). Auf seine Initiative hin hat daher eine Schülergruppe an der Fritjof-Nansen-Realschule Nistkästen für Mauersegler gezimmert, die nun mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr am Dach des Schulanbaus am Eschweg angebracht wurden.

Mauersegler sind schwalbenähnliche Vögel, die aber mit den Schwalben nicht direkt verwandt sind, obwohl ihr Nistverhalten ähnlich ist. Drei Kästen mit je zwei Nisthöhlen fertigten die Schüler des Wahlpflichtkurses Technik in der Jahrgangsstufe 8 unter Anleitung ihres Fachlehrers Robert Kröger-Awe an, denn Mauersegler nisten vorzugsweise in Kolonien. Schon im Oktober hatten sie mit den Planungen begonnen. Etwa vier Wochen dauerte die reine Bauzeit.

Um die Nistkästen sicher an Ort und Stelle bringen zu können, waren Günter Setzpfand und Simon Merscher von der Feuerwehr am Samstag mit einer Drehleiter angerückt. „Mauersegler nisten möglichst hoch“, erklärte Keimel.

Ende April werden die ersten Mauersegler aus dem Winterquartier zurückerwartet. Dann beginnt der Nestbau. Im Mai könnten dann die für Mauersegler typischen schrillen Rufe laut werden.

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