Gronau
Auf dem Weg nach Argentinien

Mittwoch, 28.12.2011, 16:12 Uhr

Gronau-Epe - Katharina Pusback ist eine von sechs Jugendlichen, die von der Evangelischen Kirche von Westfalen aus über 15 Bewerbungen ausgewählt wurden, um an einem Projekt der argentinischen Partnerkirche am La Plata teilzunehmen. Sie wird für zwölf Monate im „Casa San Pablo“ mit Kindern und Jugendlichen aus den Armenvierteln der Stadt arbeiten.

„Jetzt, da klar ist, dass ich ins Casa San Pablo komme, freue ich mich sehr darauf, denn der Einsatzbereich ist breit gefächert“, sagt Katharina Pusback über ihren Auslandsaufenthalt. Doch da ist noch einiges für sie offen: „Was da genau im Einzelnen auf mich zukommen mag, ist noch nicht sicher und wird auch erst vor Ort geklärt“, berichtet sie. „Aber auf jeden Fall werde ich es mit Kindern und Jugendlich aus einem Armenviertel in Buenos Aires zu tun haben.“

Für den Argentinienaufenthalt wird es ein 14-tägiges Vorbereitungsseminar durch die Evangelische Kirche im Rheinland in Bonn geben, die den Freiwilligendienst „weltwärts“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Rheinische und Westfälische Landeskirche organisiert. Insgesamt werden 23 Jugendliche nach Chile, Argentinien , Paraguay und Nicaragua entsendet.

„Insbesondere freue ich mich darauf, eine andere Kultur kennenzulernen, Spanisch weiter und richtig sprechen zu lernen“, so Katharina Pusback. Ihr Wunsch, ins Ausland zu gehen, ist nun auch mit ein wenig Aufregung verbunden: „Besonders spannend finde ich die Tatsache, in Argentinien alleine zurechtzukommen. Ich habe dort zwar Ansprechpartner und werde vermutlich in einer WG wohnen, aber es ist doch was anderes, auf eigenen Beinen zu stehen.“

Ausschlaggebend für ihre Auswahl war ihr großes Engagement in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises: Pusback hat die Ausbildung für die „Jugendleitercard“ (JuLeiCa) absolviert, sich am Israel-Austausch des Gemeindebezirks Epe beteiligt und vertritt die Kirchengemeinde in der regionalen Jugendkonferenz.

Im Juni wird sie eine Jugendgruppe der Gemeinde auf dem Kirchentag in Dresden leiten. Ein Anliegen der 20-Jährigen ist der „Faire Handel“. Sie will fair gehandelte Fußbälle mit nach Argentinien nehmen und auch nach ihrem Argentinien-Aufenthalt noch in deutschen Schulen über die Situation dort informieren und dafür einen Förderkreis aufbauen.

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