Neues Dach und mehr Notausgänge
Stadt investiert über 100 000 Euro im Drilandmuseum

Gronau -

Die Nachbildung des Schlangenhalssauriers aus der Schieferkuhle ist noch in Folie verpackt. Schließlich soll sie keine weißen Sprenkel abbekommen: Derzeit haben die Maler im Erdgeschoss das Heft, Pardon, den Pinsel in der Hand. Seit rund zwei Monaten schon wird im und auf dem Gebäude fleißig gearbeitet. Nun stehen die Sanierungs- und Umbauarbeiten kurz vor dem Abschluss.

Freitag, 21.10.2011, 11:10 Uhr

Zunächst haben Handwerker das Dach saniert, mit einer Dämmung versehen und mit neuen Bitumenbahnen abgedichtet. „Es hat ständig reingeregnet“, erklärt Margot Bensch , Architektin und Sachbearbeiterin des Gebäude- und Liegenschaftsmanagements der Stadt (GMG). Da es in den vergangenen Jahren im hinteren Museumsbereich massive Wasserschäden gegeben habe, sei die Sanierung notwendig gewesen.
An der alten Lichtbahn hatte ebenfalls der Zahn der Zeit genagt. „Auch da hatten wir Probleme mit der Dichtigkeit“, so die Architektin. Daher wurde eine neue Lichtbahn eingebaut. Die entspräche nun – wie alle Neuerungen – auch den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz, wie sie die Energieeinsparverordnung vorsehe, sagt GMG-Fachdienstleiterin Andrea Winkler . Neben der Dämmung weise die neue Lichtbahn auch eine Sonnenschutzverglasung auf, damit Besucher des Museums nicht geblendet und die Exponate geschützt werden.
Zudem sorgt die Stadt für weitere Notausgänge . Bisher war für den Notfall vorgesehen, dass Besucher das Gebäude über den Hauptausgang und durch die Fenster verlassen. Künftig stehen zwei weitere Notausgänge zur Verfügung: einer im Erdgeschoss im hinteren Bereich, der über eine Außentreppe auf den Parkplatz führt, ein weiterer im Obergeschoss auf das Dach hinaus.
Knapp über 100 000 Euro hat die Stadt für die Maßnahmen veranschlagt: 95 000 Euro entfielen alleine auf die Dachsanierung, 9500 Euro seien für die neuen Notausgänge eingeplant, teilte Pressesprecherin Lena Flucht mit.
Die Arbeiten erfolgten größtenteils bei laufendem Museumsbetrieb. Erst seit etwas über einer Woche ist das Haus für den Publikumsverkehr geschlossen. Voraussichtlich am Freitag werden die Handwerker das Museum aber wieder räumen, sodass es eventuell schon am Wochenende wieder seine Türen öffnen kann.

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