Von den Fehlern der Promis lernen
Von den Fehlern der Promis lernen

Montag, 31.10.2011, 10:10 Uhr

Gronau - Die Anwaltskanzlei Felizita Söbbeke und die Sparkasse Gronau laden zu den 11. Gronauer Erbrechtstagen am 8. und 9. November ein. Auch in diesem Jahr werden zwei Referenten neue Aspekte des Erbrechtes beleuchten.

Am ersten Abend wird Dr. Christian von Oertzen , Mitautor des Buches „Prominente Testamente - Was haben die Schönen und Reichen falsch gemacht?“ über dieses Thema referieren. Der Autor wird anhand prominenter Erbfälle auf unterhaltsamer Art und Weise die Fallstricke des Erbrechtes darstellen.

Von Oertzen wird unter anderem die Patchwork-Familie des Pablo Picasso, das Testament Alfred Nobels sowie die Erbverträge von Steven Spielberg und Prinz Louis Ferdinand von Preußen vorstellen. Er führt vor Augen, welche Fehler diese Prominenten gemacht haben und welche Konsequenzen dies für deren Familien und deren Vermögen hatten. Gewinner dieser Streitigkeiten waren, wie der Referent darstellen wird, immer Streitanwälte und der Fiskus als lachender Dritter.

Manch einer wird bezweifeln, ob der gewöhnliche Sterbliche aus misslungenen Erbregelungen Prominenter lernen kann. Er mag einwenden, die Größenordnung des Vermögens sei eine andere. Die Berühmten, Schönen und Reichen könnten sich kluge und kompetente Berater leisten, die ihnen helfen, ihre Erbfolge rechtzeitig zu planen.

Dieser Einwand ist, wie der Abend zeigen wird, unzutreffend: Im Tode sind alle gleich. Darum wird in einem zweiten Kurzreferat Rechtsanwältin Felizita Söbbeke die Fehler der Prominenten aufgreifen und den Zuhörern zeigen, wie sie es besser machen können. Der Vortrag wird Hinweise dazu geben, welche Fehler die Reichen gemacht haben und wie Sie diese Fehler vermeiden können.

Am 9. November wird Felizita Söbbeke die Zuhörer mit auf die letzte Lebensreise nehmen und mit ihnen gemeinsam den Koffer für diese letzte Reise packen. Zunächst geht es der Referentin darum, den Zuhörer dafür zu sensibilisieren, sich mit dem eigenen Älterwerden, dem letzten Lebensabschnitt, mit dem eigenen Sterben und Tod auseinanderzusetzen.

Sie wird das beliebte Kinderspiel „Ich packe meinen Koffer ...“ spielen und im Laufe des Abends zehn Gepäckstücke vorstellen, die in den „Koffer für die letzte Reise“ gehören. Der Koffer sollte nicht nur eine Dokumentation darüber enthalten, wie man sich die Gestaltung des Lebensende vorstellen könnte. Er sollte zudem sämtliche Familiendaten konzentriert erfassen, sämtliche notwendigen Dokumente enthalten und Anweisungen und Hilfestellungen geben, wie man sich die Bestattung wünscht.

Der letzte Lebensabschnitt lässt sich hinsichtlich erbrechtlicher Regelungen in drei Phasen gliedern: Die erste Phase betrifft den Beginn der letzten Reise, also den Zeitpunkt, wenn die Kräfte nachlassen, wenn die Fähigkeit zum eigenen Handeln und selbstbewussten Leben und die Entscheidungsfähigkeit schwinden. Felizita Söbbeke wird vorstellen, welche Vorsorge der Einzelne für die erste Phase der letzten Reise treffen sollte. Die zweite Phase betrifft das Sterben und den Tod an sich. Und auch für diese Phase, d.h. für das Ende der Reise, wird die Referentin Hinweise und Vorschläge unterbreiten, welche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind.

Auch wenn die letzte Reise zu Ende ist, ist damit der Abschluss für die Angehörigen noch nicht erreicht. Die dritte Phase betrifft die unmittelbare Zeit nach dem Tod. Auch dafür hat die Referentin Tipps.

» Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im Finanzzentrum der Sparkasse Gronau statt. Der Eintritt beträgt pro Abend im Vorverkauf vier Euro und wird von den Veranstaltern für einen gemeinnützigen Zweck gespendet.

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