Innenstadtentwicklung
Sie ziehen an einem Strang

Gronau -

Keine Festlegung auf einen Investor und dessen Pläne, wohl aber Einigkeit über Grundsätzliches und die nächsten Schritte: CDU, SPD, FDP und UWG gehen heute Abend mit einem Konzept für die Innenstadtentwicklung in die Ratssitzung – und mit einem gemeinsamen Antrag.

Dienstag, 31.01.2012, 12:01 Uhr

Innenstadtentwicklung : Sie ziehen an einem Strang
Auf grundsätzliche Leitlinien für die Entwicklung der Innenstadt einigten sich jetzt (v.l.) Jörg von Borczyskowski (UWG), Sven Gabbe (CDU), Sonja Jürgens (SPD), Heiner Möllers (CDU) und Erich Schwartze (FDP). Sie wollen Schulstraße (Bild) und Neustraße an ein neues Center anbinden. Foto: Klaus Wiedau

Keine Festlegung auf einen Investor und dessen Pläne, wohl aber Einigkeit über Grundsätzliches und die nächsten Schritte: CDU , SPD , FDP und UWG gehen heute Abend mit einem gemeinsamen Konzept für die Innenstadtentwicklung in die Ratssitzung. In der WN-Redaktion unterzeichneten Heiner Möllers (CDU), Sonja Jürgens (SPD), Erich Schwartze (FDP), Jörg von Borczyskowski (UWG) und Sven Gabbe (CDU) am Montagmittag den gemeinsamen Antrag. Einigkeit besteht darüber, dass:

► es ein neues Einkaufszentrum von der Neustraße aus in Nord-Süd-Ausrichtung (bisher als Spieß- oder I-Lösung bezeichnet) in Fortsetzung der Schulstraße geben soll. Maximal zwei Inseln des Inselparks sollen dabei einbezogen werden.

► im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens ein Verkehrskonzept erarbeitet werden muss, das die vorhandenen Tiefgaragen und Parkplätze in der City einbezieht, den Verkehr in der Innenstadt verteilt und so die Gildehauser Straße entlastet.

► parallel zur Unterzeichnung eines Entwicklungskonzeptes mit einem der Investoren ein städtebauliches Gesamtkonzept für die Innenstadt erstellt werden soll. Ziel: Anbindung des neuen Centers an die Neustraße und Umbau der Schulstraße bis zur Eröffnung.

Mit dieser gemeinsamen Leitlinie sei noch keine Entscheidung für eine der drei „nahe beieinanderliegenden Alternativen der drei Investoren“ (Möllers) gefallen. Nur die sogenannte L-Variante (des Investors SEPA) sei allerdings vom Tisch. „Dieses Konzept würde die Stadt nach Norden abriegeln. Mit einer 160 Meter langen ,Burgmauer´ und einer sechs Meter breiten Gracht als ,Burggraben“, erläutert Möllers die Gründe für die Ablehnung des von der GAL-Fraktion favorisierten Entwurfs.

Von den Beteiligten der neuen Allianz wird betont, dass die jetzt erzielte Übereinstimmung einen „Kompromiss“ (Schwartze) darstellt, der „in konstruktiven Gesprächen“ (Möllers) und durchaus auch im „Ringen miteinander“ (Jürgens) zustande gekommen sei. Die Bedeutung des Themas verlange danach: „Die Bürger wollen keinen Streit im Rat, sondern dass wir das Verfahren voranbringen“, so von Borczyskowski und Schwartze. Und Sonja Jürgens ergänzt: „Wir müssen bei den großen Themen, die auf uns zukommen, an einem Strang ziehen.“

Schon im Februar, so die Vorstellung der beteiligen Fraktionschefs, soll das Verfahren zur Änderung des gegenwärtig noch bestehenden FOC-Bebauungsplans in einen Bebauungsplan „Kerngebiet“ auf den Weg gebracht werden. Dieser Schritt ist, so Erich Schwartze, vor allem nötig, um möglicherweise noch ein Normenkontrollverfahren der Stadt Ochtrup gegen den FOC-Plan abzuwenden.

Im Frühsommer könnte – sollte alles optimal laufen – dann mit einem der Investoren ein Entwicklungskonzept besiegelt werden. Noch bis April haben sich die Eigentümer und Mieter von Schlüsselgrundstücken (Wilderink, Bruno Kleine) Verhandlungsspielraum mit den Investoren erbeten.

Alle drei Investoren hätten für den Fall des Zuschlags deutlich gemacht, „dass sie bereit sind, ihre Konzepte inhaltlich zu optimieren“, so Heiner Möllers. Dieser Diskussionsprozess sei im Übrigen offen, so Sonja Jürgens: „Auch Bürger und Gruppen in der Stadt können ihre Ideen und Anregungen hier einbringen.“ Schon jetzt, so Jörg von Borczyskowski, seien mit verschiedenen Interessengruppen „Dutzende von Gesprächen“ in diese Richtung geführt worden.

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