Stadtverwaltung hat alle Hände voll zu tun
Wahl wirft ihre Schatten voraus

Gronau -

Eine Urlaubssperre hat die Verwaltungsspitze nicht verhängt. Das war auch nicht nötig: „Es sind zurzeit alle da, die wir zur Vorbereitung brauchen“, sagt Pressesprecherin Lena Flucht. Ihnen allerdings hat die plötzliche Auflösung des Landtags in Düsseldorf reichlich Arbeit beschert.

Mittwoch, 21.03.2012, 08:03 Uhr

Stadtverwaltung hat alle Hände voll zu tun : Wahl wirft ihre Schatten voraus
Bis die Blumen so farbenprächtig blühen, wird es noch ein wenig dauern. Die Wahlplakate der Parteien aber werden schon in Kürze wieder hängen – wie hier bei der zur Kommunalwahl 2009. Foto: fz

Eine Urlaubssperre hat die Verwaltungsspitze nicht verhängt. Das war auch nicht nötig: „Es sind zurzeit alle da, die wir zur Vorbereitung brauchen“, sagt Pressesprecherin Lena Flucht . Ihnen allerdings hat die plötzliche Auflösung des NRW-Landtags reichlich Arbeit beschert: In Rekordzeit von nur acht Wochen müssen die Mitarbeiter die Wahl für ein neues Landesparlament vorbereiten. „Natürlich bleiben dann auch Sachen liegen“, erklärt die Pressesprecherin. Denn die Wahl habe nun mal Priorität.

„Das ist insgesamt eine große Herausforderung aufgrund der Kürze der Zeit“, erklärt Lena Flucht. Sonst habe die Verwaltung immer einige Monate Zeit gehabt, um die Wahl zu planen. „Dann kann man das Arbeitspensum darauf abstimmen. Jetzt kam es überraschend.“

So haben die Mitarbeiter auch keine Zeit vertrödelt, sondern umgehend mit den Vorbereitungen begonnen, als Mittwoch vergangener Woche die Landtagsauflösung beschlossene Sache war. Einige Vorarbeiten haben sie schon auf den Weg gebracht – auch wenn mit der konkreten Planung erst gestartet werden konnte, als Anfang der Woche der tatsächliche Wahltermine feststand. Denn erst dann ist es möglich, stichtagsgenau das Wählerverzeichnis zu erstellen – wenn auch noch nicht abschließend: Das aktive Wahlrecht bei der Landtagswahlen haben alle, die am 13. Mai mindestens 18 Jahre alt sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen wohnen. Angelegt werde das Wähleverzeichnis am 8. April, Veränderungen werden noch vorgenommen bis zum Freitag zwei Wochen vor der Wahl (27. April), so die Pressesprecherin.

Auch die Wahlbenachrichtigungskarten und Stimmzettel muss die Verwaltung erst noch ordern. Rund 33 000 werden in Gronau benötigt. Die Wahltafeln werden in den kommenden Tagen wieder aus dem Lager der Zentralen Bau- und Umweltdienste am Bauhof geholt und an 18 Stellen im Stadtgebiet aufgestellt. Bis Ende der Woche soll das über die Bühne gegangen sein, erklärt die städtische Pressesprecherin. Die ersten Wahlplakate dürfen die Helfer der Parteien dann im Grunde schon anbringen: Grundsätzlich sei das drei Monate vor der Wahl erlaubt. „Die Parteien werden derzeit über die konkreten Bedingungen informiert“, teilte Lena Flucht mit.

Zudem müssen die Verwaltungsmitarbeiter nun in Windeseile die Wahllokale organisieren. An insgesamt 21 Orten im Stadtgebiet sollen die Bürger am 13. Mai ihre Kreuzchen machen können. Hinzu kommen drei Räume für Briefwahlvorstände im Rathaus. „Sollten Räume bereits belegt sein, muss kurzfristig umorganisiert werden“, so Flucht. Die Verantwortlichen der vorgesehenen Wahlräume seien gestern angeschrieben und um kurzfristige Rückmeldung gebeten worden.

Nicht zuletzt müssen die Wahllokale auch personell besetzt werden: „Wir brauchen natürlich noch Wahlhelfer“, sagt Lena Flucht. 168 Freiwillige sucht die Stadt für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Interessierte müssen mindestens 18 Jahre alt sein und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Wer diese Kriterien erfüllt und helfen möchte, der kann sich bei Daniel Alfert von der Stadtverwaltung melden, ' 0 25 62/12 218.

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