Traditionsgemeinschaft von Vorwärts baut Boule-Bahnen
„Petite France“ am Drilandsee

Gronau -

Für Frankreich-Urlauber ist es ein vertrautes Bild: Unter Schatten spendenden Bäumen spielen (vorwiegend) ältere Menschen mit glänzenden Kugeln. Boule. Diese Sportart unserer europäischen Nachbarn hat jetzt auch in Gronau eine Heimat, eine Art „Petit France“ ist am Drilandsee entstanden.

Samstag, 19.05.2012, 08:05 Uhr

Traditionsgemeinschaft von Vorwärts baut Boule-Bahnen : „Petite France“ am Drilandsee
Die Kugel fliegt: Siegfried Bajorath, Abteilungsleiter der Traditionsgemeinschaft von Vorwärts Gronau, nahm die neuen Boule-Bahnen im Beisein vieler Gäste in Betrieb. Foto: Klaus Wiedau

Für Frankreich-Urlauber ist es ein vertrautes Bild: Unter Schatten spendenden Bäumen spielen (vorwiegend) ältere Menschen mit glänzenden Kugeln Boule. Diese Sportart unserer europäischen Nachbarn hat jetzt auch in Gronau eine Heimat. Eine Art „Petite France“ ist am Drilandsee entstanden. Neben dem Vereinsheim der Wassersportler nahm die Traditionsgemeinschaft von Vorwärts Gronau jetzt eine Boule-Anlage mit fünf Bahnen in Betrieb.

Die Idee entstand während einer Mai-Tour der Vorwärts-Senioren. Als sie im Frühjahr 2011 am Wassersportheim zusammensaßen, reifte der Gedanke, hier eine solche Anlage zu bauen. Schnell war man sich mit den Wassersportlern als „Hausherren“ einig, Kontakte mit der Stadt (Überlassung des Geländes) und der Firma Gartenbau Berning (Ausführung der Bauarbeiten) folgten. In Eigeninitiative nahmen die Vorwärtsler dann die eigentlichen Arbeiten in Angriff, die dank der Eigenleistung ohne Inanspruchnahme von Krediten geschaffen werden konnte. „Wir werden jetzt die Boule-Bahnen mit Leben erfüllen und geben allen Interessierten Gelegenheit, für einen moderaten Beitrag Mitglied unserer Abteilung zu werden, um diese Sportart ausführen zu können“, so Abteilungsleiter Siegfried Bajorath während der Eröffnungsfeier. Sein besonderer Dank galt allen Helfern und Sponsoren, insbesondere aber dem Sportsfreund Horst Kujat, der – obwohl 1957 nach Kanada ausgewandert – immer noch mit Vorwärts verbunden ist und durch eine Spende im letzten Jahr den Grundstock für die Boule-Bahn legte.

Begeistert von der Anlage zeigte sich auch Bürgermeister-Vertreter Rainer Doetkotte : „Ich finde es ganz toll, dass Sie hier dieses sonnige Plätzchen geschaffen haben.“ Boule ermögliche jungen und älteren Menschen Bewegung an der frischen Luft, so Doetkotte. Er hoffe, dass die neue Sportart in Gronau so viele Anhänger finde wie in benachbarten niedersächsischen Kommunen. Doetkotte dankte im Namen der Stadt auch dafür, dass sich die Traditionsgemeinschaft bereiterklärt habe, die Unterhaltung des Geländes zu übernehmen. Erst in den letzten Tagen war direkt an den Bahnen noch eine offene Hütte von den Vorwärtslern errichtet worden. Dass die Bahnen mit den Ausmaßen von 12 mal 3 Meter nur die kleinste Norm erfüllen, sah Doetkotte nicht als Manko an, wie er schmunzelnd anmerkte: Schließlich lasse sich ein Umbau auf internationale Maße (15 mal 4 Meter) im Bedarfsfall sicher vor einer Weltmeisterschaft realisieren. Glückwünsche, verbunden mit der Hoffnung auf gute Nachbarschaft, sprach für die Wassersportler Klaus Rittner aus, der sich darauf freute, dass das Gelände jetzt auch in der Woche mit Leben erfüllt werde. Danach wurden die Kugeln geworfen – und Beobachter konnten sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Siegfried Bajorath heimlich vorher geübt hatte – er legte ein paar meisterliche Würfe hin.

Interessenten, die die Anlage nutzen wollen, können sich mit Bajorath oder Hans-Werner Bartsch in Verbindung setzen. Infos unter www.traditionsgemeinschaft.de.vu.

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