Historisch bedeutsames Kleinod
Mühlenfest: Leineweber-Hochzeit, Hochrad-Fietser und preußische Eisenbahner als Gratulanten

Gronau-Epe -

Ohne Wasser natürlich keine Wassermühle, aber gestern Mittag meinte Petrus es wohl etwas zu gut mit dem Nass von oben. Zumindest aber die Eröffnung des Mühlenfestes konnte am Vormittag noch im Trocknen stattfinden, bevor sich die Himmelsschleusen unerbittlich öffneten.

Montag, 27.08.2012, 08:08 Uhr

Historisch bedeutsames Kleinod : Mühlenfest: Leineweber-Hochzeit, Hochrad-Fietser und preußische Eisenbahner als Gratulanten
Ein Prosit auf das Jubiläum: Bürgermeister-Vertreter Rainer Doetkotte, Landrat Dr. Kai Zwicker, Hermann Schepers, Georg Frieler, Petra Schepers und Else Schepers (v.l.) Foto: Sigrid Winkler-Borck

Zum 666-jährigen Bestehens der Eper Mühle gratulierte Landrat Dr. Kai Zwicker und dankte der Familie Schepers für den Erhalt des historischen Mühlengebäudes für die Nachwelt. „Auf außerordentlich gelungene Weise haben Sie die seit 1992 unter Denkmalschutz stehende Mühle und das ganze historische Mühlengelände in Ihre Hotelanlage integriert“, betonte Zwicker, der abschließend Hermann und Else Schepers eine Flurkarte von Epe aus dem Jahr 1827 überreichte. Georg Frieler, der im mittelalterlichen Gewand eines Eper Markt- und Kornhändlers auftrat, hob hervor, dass 666 Jahre Mühlengeschichte auch für „666 Jahre Arbeit, Fleiß und Schweiß“ stehen. „Die Drostenmühle ist“, so Frieler weiter, „das älteste und eines der wenigen historischen Gebäude, die wir in Epe noch vorzuweisen haben.“ Weiter bezeichnete er die Mühle als „außergewöhnliches Kleinod “. Bei dieser Gelegenheit sprach Frieler der Familie Schepers den Dank der Eperaner für den Erhalt der Mühle aus. „Hermann Schepers ist die einzige Privatperson in Gronau, die mit Stau- und Wasserrechten ausgestattet ist“ – darauf wies stellvertretender Bürgermeister Rainer Doetkotte in seiner Rede hin. Eigentum bringe also auch sehr weitreichende Verpflichtungen mit sich, meinte Doetkotte. Sein Dank galt dem Engagement der Familie Schepers für den Erhalt und die Pflege der Eper Wassermühle , was auch in Zusammenarbeit mit der Stadt wohl nicht immer einfach gewesen sei. Dass es auch mit dem Denkmalamt nach der Unterschutzstellung Schwierigkeiten gegeben habe, gab Hermann Schepers unumwunden zu und wies darauf hin, dass seine Frau Else seit einigen Jahren Eigentümerin der Mühle sei und ihr die gelungene Umnutzung zu verdanken sei. Unter großem Beifall überreichte Willy Niehoff vom Eper Heimatverein Else Schepers schließlich die „Chronik der Eper Mühle seit 1649“. Zusammengestellt hat Maria Dinkelborg diese Dokumentation. Der anschließende Fassbieranstich leitete zu den Attraktionen des Mühlenfestes über. Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.wn.de

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