Sanierung der Realschul-Turnhalle ist in vollem Gange
Die Turnringe tanzen im Wind

Gronau -

Bis zu den Herbstferien müssen Schüler und Vereine noch woanders sporteln: Bis dahin wird sich die Sanierung der Turnhalle der Fridtjof-Nansen-Realschule hinziehen. Danach soll sie zwar nutzbar sein – die Arbeiten sind aber noch nicht beendet.

Freitag, 17.08.2012, 08:08 Uhr

Sanierung der Realschul-Turnhalle ist in vollem Gange : Die Turnringe tanzen im Wind
Besichtigten die Turnhallen-Baustelle (v. l.): Josefa Bärmann, Christian Bauer und Hedwig Poll-Wolbeck (Leitungsteam der Realschule), Architekt Thomas Brunnert, Erste Beigeordnete Sandra Cichon und Stadtpressesprecherin Lena Flucht. Foto: mfk

Von der Decke hängen noch Turnringe , aus dem Boden stechen die Hülsen für Volleyballgestänge und Co. heraus, und an der Wand sind noch deutlich die Spuren der beiden Fußballtore zu erkennen. Ansonsten aber ist von der alten Turnhalle der Fridtjof-Nansen-Realschule nicht mehr viel übrig geblieben: nur das Beton-Gerippe, durch das der Wind weht, weil die große Glasfront noch fehlt. „Die Heizdecke ist das einzige, was bleibt“, erklärt Thomas Brunnert , zuständiger Architekt bei der Stadt.

45 Jahre lang haben Schüler und Vereine in der Halle gesportelt – und zwar sieben Tage die Woche von 8 bis 22 Uhr, so Brunnert. Nun sei die Zeit reif gewesen für eine Komplettsanierung – die energetische Rundumerneuerung von Technik und Dämmung inklusive. Gebaut worden sei die Halle schließlich „vor der Ölkrise, das heißt, sie ist weitgehend dämmungsfrei errichtet worden“, erklärt Brunnert. Nach der Sanierung werde die Halle in puncto Primärenergiebedarf sogar die Anforderungen für Neubauten deutlich unterschreiten, die die Energieeinsparverordnung vorsieht – und damit dauerhaft Kosten sparen.

Zunächst einmal aber investiert die Stadt in die Baumaßnahmen: 600 000 Euro sind in diesem Jahr vorgesehen, weitere 170 000 Euro im kommenden. Denn die Arbeiten werden in zwei Abschnitten durchgeführt.

Der erste startete kurz vor den Sommerferien und wird voraussichtlich bis zu den Herbstferien andauern. Er umfasst neben der Entkernung und Abbrucharbeiten – zum Beispiel musste das Vordach zum Schulhof weichen – vor allem den Innenausbau. Dabei werde auch die Raumstruktur optimiert, erklärte Brunnert. So könne letztlich „mehr Funktion auf gleicher Fläche“ untergebracht werden.

Schüler und Vereinssportler werden künftig nicht nur zeitgemäße Umkleide- und Sanitäranlagen vorfinden. Die Planer legten auch Wert auf eine behindertengerechte Ausstattung, „auch vor dem Hintergrund der inklusiven Entwicklung“, erklärt der städtische Architekt. Auch ein neuer, zentral gelegener Umkleide- und Sanitärbereich für Lehrer wird gebaut. Die Geräteräume seien im Zuge der Umstrukturierung verlegt worden, böten aber mehr Fläche als der bisherige. Apropos Geräte: Auch sie werden zum Großteil neu beschafft, wenn die Sanierung über die Bühne gegangen ist.

Noch dauert sie aber an: Der Prallschutz etwa fehlt noch, ebenso die großen Fensterelemente zur Straßenseite hin. Die klaren Fenster ersetzten die alten Glasbausteine und gewähren künftig freie Sicht nach draußen. Wegen der Nordlage sei das auch kein Problem, erklärt Brunnert, weder was die Aufheizung der Halle angeht noch in puncto Blendung.

Mit dem Innenausbau, der Haustechnik, dem neuen Beleuchtungssystem, zentral steuerbaren Fenstern, kurz: allem anderen, was für die Nutzung der Halle notwendig ist, will die Stadt Ende der Herbstferien fertig sein, sodass Schüler und Vereinssportler dort dann wieder sporteln können. Brunnert: „Ich bin ganz optimistisch, dass wir das schaffen.“ Bis dahin müssen die Schüler aber auf den Sportplatz ausweichen.

Weiter gehen soll die Sanierung im zweiten Bauabschnitt mit der äußeren Hallenhülle vielleicht schon ab Januar – „wenn das Wetter mitspielt“, so Brunnert. Dann stehen Fassade und Dachaufbau auf dem Programm. Dabei werde die Halle gestalterisch der Schule angepasst – sowohl in Sachen Material als auch Farbgebung.

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