„Kreative Woche“ bei der FBS
Hauptsache bunt!

Gronau -

Der Geruch von exotischen Düften füllt den Raum. Florian, Luca und Lukas basteln gerade dekorative Behältnisse für ihre selbst gemachten Seifen und „Sprudelbomben“. Die haben sie mit Murmeln oder Rosenblättern bestückt.

Donnerstag, 11.10.2012, 06:10 Uhr

„Kreative Woche“ bei der FBS : Hauptsache bunt!
Lukas und Luca basteln gerade Verpackungen für ihre selbst gemachte Seife. In der Küche bearbeiten die Kinder gerade Mürbeteig. Foto: Frank Zimmermann

Mit der professionellen Unterstützung von Daniela Klass stellen die Grundschulkinder einen Vormittag lang Badezusätze und Seifen selbst her.

Bereits zum sechsten Mal bietet die Familienbildungsstätte ( FBS ) Gronau im Rahmen der „Kreativen Woche“ unterschiedliche Aktivitäten für Kinder in den Ferien an. Dabei steht nicht nur bei der Seifenherstellung die Kreativität an erster Stelle – auch wenn es manchmal etwas handfester zugeht: Bennet hämmert mit seinen Fäusten auf ein Stück Mürbeteig ein. „Der ist so hart, weil er gerade aus dem Kühlschrank kommt“, erklärt der kleine Bäcker. Plätzchen und Salzteig backen er und die anderen Kinder in seiner Gruppe. Dabei steht Halloween als Motto im Mittelpunkt. Die Kinder lockern, kneten und stanzen den Teig größtenteils selbstständig. Bei Bedarf helfen aber die Mitarbeiterinnen der FBS, darunter auch drei Schülerinnen. Eine von ihnen ist Laureen Kissing. Die angehende Abiturientin ist nicht zum ersten Mal dabei. Die Arbeit mit den Kindern mache ihr Spaß, sagt sie, während sie die fertig ausgestanzten Fledermäuse, Katzen und Gespenster auf das Backblech legt.

Ähnliches sagt auch Claudia Conrads , Kursleiterin im Eltern-Kind-Bereich der FBS und erstmalig zuständig für die Organisation der „Kreativen Woche“. Eine Herausforderung, insbesondere da das Interesse an dem viertägigen Angebot enorm ist: „Es gab sogar eine Warteliste“, erzählt Conrads begeistert. Die insgesamt 45 Kinder, die diesmal teilnehmen, werden in vier Gruppen eingeteilt und können so jeden Tag an einer neuen Station loslegen. Um dabei das Interesse an der „Kreativen Woche“ aufrecht zu erhalten, müsse man jedes Jahr neue Aktivitäten bieten. Schließlich seien einige Kinder in allen vier Jahren ihrer Grundschulzeit dabei.

Ein Beispiel für ein ganz frisches Angebot ist das Gestalten der „Regenmacher“. Während Jacob seinen „Regenmacher“, der aus einer Pappröhre besteht, die mit Nägeln gespickt und mit Reis gefüllt wurde, aus dem Bauch heraus in Blau und Rot bemalt und mit Sternen und Federn verziert, gestaltet Katja ihre Röhre nach dem Vorbild des Nachthimmels: Sterne und ein Mond zieren auf blauem Hintergrund das Instrument. Gefragt, was sie denn am meisten begeistern würde, antwortet sie: „Das Filzen hat mir am meisten Spaß gemacht.“

Beim Filzen geht es darum Taschen, Lesezeichen, Platzsets und Portemonnaies zu entwerfen und zurechtzuschneidern. Dabei sind vor allem Letztere besonders beliebt. Es reicht ein rechteckiges Stück Filz, ein wenig Schnur und ein Knopf – schon ist die schöne Geldbörse fertig. Damit sich beim Schneiden und Nähen niemand die Finger verletzt, stehen auch hier Betreuerinnen mit Rat und Tat zur Seite. Nevin Geveler, ebenfalls Gymnasiastin und in der letzten Jahrgangsstufe, ist dieses Jahr zum ersten Mal als Betreuerin dabei. Sie versucht unter anderem, Erfahrung in einem pädagogischen Umfeld zu sammeln, die sich im späteren Studium und Beruf als nützlich erweisen könnten. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, noch einmal an der „Kreativen Woche“ teilzunehmen, antwortet sie – ähnlich wie fast alle Kinder – mit einem deutlichen und spontanen: „Ja!“

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