Millionenprojekt der Familie Söbbeke in Münster wird konkret
Käserei mit Blick auf den Kreativkai

MünsteR/Gronau-Epe -

Münster bekommt eine Käserei. Das dürfte seit gestern feststehen. Paul Söbbeke, Molkerei-Besitzer aus Gronau-Epe, sein Bruder Heinrich und seine Tochter Ann-Paulin stellten im Gebäude der Stadtwerke Münster die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbes für das von ihnen geplante Investitionsvorhaben am Stadthafen vor.

Dienstag, 19.02.2013, 09:02 Uhr

Zwischen dem Stadtwerke-Kraftwerk und dem Kreativkai entsteht am Stadthafen in Münster eine neue Schaukäserei der Firma Söbbeke (rechts).
Zwischen dem Stadtwerke-Kraftwerk und dem Kreativkai entsteht am Stadthafen in Münster eine neue Schaukäserei der Firma Söbbeke (rechts). Foto: Matthias Ahlke

Wie die Käserei konkret aussehen wird, das steht allerdings bislang noch nicht fest. Denn vier von neun beteiligten Architekturbüros dürfen sich noch Hoffnung machen, für die Familie Söbbeke aktiv werden zu können, um dieses „Vorzeigeprojekt“, wie es gestern hieß, zu bauen. Allen voran gilt dies für das Büro Hartig und Wömp­ner, das von der Jury mit einem ersten Preis gedacht wurde.

Weiter im Rennen sich aber auch die Büros Berg, Bolles & Wilson sowie Bastian. Zunächst einmal werde seine Familie die Siegerbeiträge näher prüfen – auch hinsichtlich der Kosten bei einer Umsetzung. „Voraussichtlich im Sommer fällt eine Entscheidung“, so Paul Söbbeke. Wichtig: Das Münsterprojekt hat weder in der Verwaltung, noch in der Produktion Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in Epe oder Rosendahl.

Gleich unter mehreren Gesichtspunkten ist das Millionenprojekt anspruchsvoll: Zum einen soll die Käserei auf der Südseite des Stadthafens liegen – also damit voll im Blickfeld des stark frequentierten Kreativkais. Zum anderen wird der Neubau eine Mischung aus Produktionsstätte und einer Veranstaltungshalle sein. Zum Konzept gehört es, regelmäßig Besuchergruppen mit dem Thema Käseherstellung vertraut zu machen. „Produktion mit Event“, nannte Paul Söbbeke gestern dieses Konzept. Diesem Anspruch dient auch der Standort direkt am Hafenbecken.

Der Architekt Stefan Schopmeyer, der den Wettbewerb betreute, dankte den Söbbekes dafür, einen Architektenwettbewerb für die Käserei durchgeführt zu haben, obwohl die Firma als privater Bauherr dazu nicht verpflichtet gewesen sei. Paul Söbbeke räumte ein, dass der Wettbewerb für ihn Neuland gewesen sei. „Aber es hat sich gelohnt.“

Lobend hob das Preisgericht bei dem Siegerentwurf die „räumlich qualitätsvolle Verzahnung der Besucherbereiche sowie der Produktion hervor“. Vier jeweils acht Meter hohe Milchtanks sollen weithin im Hafenbereich sichtbar sein und die Käserei als Produktionsstätte sichtbar machen.

Das Söbbeke-Projekt, für das es bislang noch keinen Namen gibt, ist der zweite Baustein zur Neugestaltung der Südseite des Stadthafens. In den benachbarten Rhenus- und Flechtheimspeicher ziehen Archive sowie das Wolfgang-Borchert-Theater ein.

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