Tradition und Gegenwart vereint
Kurzweiliger Kommersabend markierte ersten Höhepunkt des Jubiläums

Gronau-Epe -

Gäste und Künstler kamen aus allen Himmelsrichtungen: Aus Norden im Norden, aus Graes im Süden, aus Dessau im Osten und dem „Butterland“ im Westen: Beim Kommersabend erlebte die Schützengilde St. Katharina am Donnerstag ein „volles Haus“. Mehr als 800 Gäste begrüßte Präsident Gerd Füchtmann im prächtig geschmückten Festzelt. Ein kurzer Rückblick auf die Entstehung der Gilde folgte, Füchtmann machte aber auch deutlich: „Schützenvereine leben von der Tradition und vom Brauchtum. Und doch: der Wandel in der heutigen schnelllebigen Zeit zwingt auch die Schützenvereine, zu schauen, wo und wie können sie das Vereinsleben für die jüngere Generation attraktiv gestalten.“

Samstag, 11.05.2013, 08:05 Uhr

Einmarsch der Banner-Abordnungen ins volle Festzelt: Der Präsident der Schützengilde St. Katharina, Gerd Füchtmann (kleines Bild, l.) und Bürgermeisterin Sonja Jürgens sprachen zu den Gästen.
Einmarsch der Banner-Abordnungen ins volle Festzelt: Der Präsident der Schützengilde St. Katharina, Gerd Füchtmann (kleines Bild, l.) und Bürgermeisterin Sonja Jürgens sprachen zu den Gästen. Foto: Klaus Wiedau

St. Katharina unternahm am Donnerstag den Versuch und präsentierte – launig moderiert von Alfons Herking und Manfred Terfort – einen „ Kommersabend der anderen Art“, wie es ein Gast später kommentierte: Comedy, Musik und Show standen im Mittelpunkt, den Schlusspunkt des Abend setzte dann aber – ganz der Tradition verpflichtet – der „Große Zapfenstreich“.

Kommersabend Schützengilde St. Katharina Epe

Bürgermeisterin Sonja Jürgens (eigentlich Gronauerin) wechselte gleich zu Beginn des Abends die Fronten, übermittelte Grüße und Glückwünsche der „Stadt Epe und Gronau “. 425 Jahre „verweisen auf eine tief verwurzelte Tradition, sie beinhalten eine Menge geschichtlicher Ereignisse, die den Verein berührt, geprägt und verändert haben“, rief sie in Erinnerung. Und: Schützenvereine seien auch heute noch „wichtiger und lebendiger Bestandteil unseres Gemeinwesens“.

Dass im Namen der Stadt „Gronau vorn und Epe hinten steht“, rückte Heinz Verst, Präsident der Buterländer Schützen, schmunzelnd die kommunale Welt wieder ins Lot, als er stellvertretend für alle Gronauer Schützenvereine gratulierte und ein Geschenk überreichte. Seine humorvolle Kritik, auf der Tischkarte der „Buterländer“ stehe „Butterland“, konterte Alfons Herking mit den Worten: „Wir hatten eine Druckerei aus Gronau . . .“

Kommersabend zum 425. Jubiläum der Schützengilde St. Katharina Epe

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Die Lacher auf ihrer Seite hatte auch Gaby Leeve aus Hopsten, die den Gästen als „Pielepatt“ eine Trainingseinheit für die Lachmuskeln verpasste. Kostprobe: „Statistisch gesehen ist jeder dritte Deutsche hässlich. Wenn Sie nach rechts und links schauen und ihre Tischnachbarn sind schön – dann ist das heute nicht Ihr Abend“.

Zu „ihrem“ Abend machte anschließend Andrea-Berg-Double Maria Thalbach aus Dessau den Kommers für alle Fans der Schlager-Königin: Ruckzuck wurden aus Schützen „Piraten wie wir“, bei denen die Gefühle (keine) Schweigepflicht hatten, wie die Stimmung im Zelt schon vor 21 Uhr zeigte. Eine Stunde (und ein paar Grußworte) später dann ein weiterer Höhepunkt: Die „Spassmakers“ aus Ostfriesland, die mit plattdeutschen Hits von Stars wie „Breet ass`n Döör & Full ass`n Schwien“, „Buur Hinnerk“, „Enie van de Schlampen“ (Traum von Amsterdam) und Lady Gaga (Jogginghos´ statt Poker Face) das Zelt aufmischten. Und als Norddeutschlands Antwort auf die Chippendales – „Theo Tiepelfoot“, (Abschleppquote 99 Prozent) in langer Unnerbüx die Hüften kreisen ließ, wussten die Eper Frauen, was sie an ihren Männern haben . . .

Wieder eine Stunde später das Kontrastprogramm: Hunderte Gäste, die zuvor „Freibier“ (auf Westernhagens Titel „Freiheit“ gesungen hatten, intonieren auf dem Reitplatz vor dem Festzelt beim Zapfenstreich die Nationalhymne. Die Schützengilde St. Katharina, so scheint es, kann beides: Tradition bewahren und Gegenwart leben. Die Gründerväter hätten sich das wohl nicht träumen lassen.

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