Schlagzeuger Felix Kerkhoff aus Gronau mit seiner Band im deutschen Finale von „Emergenza“
Konzert in Gronau „wäre Hammer“

Gronau -

„Emergenza“ ist der größte Bandwettbewerb der Welt, bei dem jährlich bis zu 16 000 Bands mitmachen. Am Samstag findet in Berlin das Deutschlandfinale statt. Eine professionelle Jury entscheidet nach strengen Kriterien, welche Band anschließend an dem internationalen Finale im Rahmen des Taubertal-Open-Air in Deutschland teilnimmt. Umso beeindruckender ist es, dass der Schlagzeuger Felix Kerkhoff, gebürtiger Gronauer, mit der Band Finalstair alle Vorrunden mit jeweils dem ersten Platz gewonnen hat. Auf das Finale bereitet er sich intensiv vor. Trotz Zeitmangels nahm sich der Musiker, der seit Dezember 2010 in Berlin wohnt, Zeit für ein Interview:

Mittwoch, 24.07.2013, 17:07 Uhr

Das deutsche Finale von Emergenza steht kurz bevor. Welche Hindernisse musstet du und die Band Finalstair meistern, um ins Finale zu kommen? Was sind eure Ambitionen?

Felix Kerkhoff : Bei Emergenza machen nur die Bands mit, die es wirklich wissen wollen. Es war nicht leicht, die Vorrunden zu bestehen, da die Musiker sich nicht immer freundschaftlich gesinnt sind. Aber wir haben uns inzwischen an die Rivalität in der Musikbranche gewöhnt und ziehen unser Ding durch. Unser Ziel ist der Sieg, um beim Welt-Finale auf dem Taubertal-Festival spielen zu dürfen.

Seit wann existiert die Band Finalstair in der heutigen Aufstellung?

Felix Kerkhoff: Finalstair gibt es in dieser Formation seit Dezember 2011. Istvan Vörös Gesang und an der Gitarre, Denes Vörös am Bass – sie sind Zwillinge – und ich am Schlagzeug. Wir machen Rock, der mit emotionalen Post-Rock-Elementen abgerundet wird.

Das Debüt-Album „Sleeping Pilot“ mit elf Kompositionen ist seit Mai online überall erhältlich. Welche Bedeutung hat dieses Album für dich?

Felix Kerkhoff: Da wir das Album komplett alleine aufgenommen haben, sind wir als Band noch mehr zusammengewachsen und ich bin sehr stolz auf das Ergebnis.

Bis zur 12. Klasse hast du das Werner-von-Siemens Gymnasium besucht und anschließend das Schlagzeug-Studium in Enschede angefangen. Vor drei Jahren hast du dich dafür entschieden, aus Gronau nach Berlin umzuziehen. Wie hat dich die Hauptstadt Deutschlands empfangen?

Felix Kerkhoff: Berlin ist eine Weltstadt, die von mir damals eine enorme Umstellung abverlangte. Ohne die große Unterstützung meiner Eltern, die stets an mich geglaubt haben, hätte ich es nicht soweit geschafft. Nachdem ich meine ersten Kontakte geknüpft und tolle Musiker kennengelernt habe, ist mein Netzwerk permanent gewachsen. Seitdem ich bei Finalstair spiele, fühle ich mich noch wohler in Berlin, da diese Band meine Berliner Familie geworden ist.

Könntest du behaupten, dass sich der Traum erfüllt hat, mit dem du nach Berlin gegangen bist?

Felix Kerkhoff: Mit der entsprechenden Professionalität geht der Spaß beim Musizieren leider oft verloren, aber es ist meine Entscheidung gewesen. Seit ich fünf bin, habe ich davon geträumt, auf den ganz großen Bühnen der Welt zu stehen. Diesen Traum habe ich noch nicht ganz verwirklicht, aber ich setze mir immer neue Ziele, um als Schlagzeuger vorwärts zu kommen.

Wie empfindest du den Pressetrubel, der sich langsam mit der steigenden Bekanntheit der Band um dich und deine Bandkollegen aufbaut?

Felix Kerkhoff: Schönes Feedback von den Leuten zu bekommen ist ein tolles Gefühl. Die Musik, die ich mache, ist nicht für mich gedacht, sondern für alle da draußen. Wir als Band freuen uns über jeden Kontakt, jedes Gespräch und jeden Fan.

Könntest du dir vorstellen in Gronau ein Konzert zu geben?

Felix Kerkhoff: Das wäre echt Hammer! Ich bin stolz auf Gronau, weil ich dort meine ersten musikalischen Erfahrungen gemacht habe. Eines Tages würde ich sehr gerne ein Konzert in meiner Heimatstadt geben. Ich hoffe, dass bis dahin alle Gronauer, die meine Musik kennen, weiter an mich glauben und meine Band unterstützen. Drückt uns für das Emergenza-Finale die Daumen.

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