Interessengemeinschaft Stadtentwicklung fordert Vertagung – und ein neues Gutachten
Verkauf an SEPA noch zu stoppen?

Gronau -

Entscheidet der Rat der Stadt am 18. September über den Verkauf städtischer Flächen an den Projektentwickler SEPA/HBB, oder wird dieser Verkaufsbeschluss verschoben?

Dienstag, 10.09.2013, 09:09 Uhr

Geht es nach den Mitgliedern der Interessengemeinschaft Stadtentwicklung Gronau , wird die Entscheidung vertagt. Einen entsprechenden Antrag hat die Interessengemeinschaft, zu der sich Eigentümer von Immobilien in der Innenstadt, Geschäftsleute des Cityrings und der Bürgerverein „Dinkelaue“ zusammengeschlossen haben, bereits in der vergangenen Woche gestellt.

Die IG Stadtentwicklung weist darauf hin, dass SEPA /HBB trotz der Entwicklungsvereinbarung mit der Stadt nicht über die Schlüsselgrundstücke (Areal Wilderink) verfügt. Aufgrund dieser neuen Situation will die Interessengemeinschaft „ein unabhängiges Verträglichkeitsgutachten erstellen lassen. Dieses Gutachten wird ein namhaftes Stadtplanungsbüro unabhängig von beteiligten Entwicklern und Parteien erstellen“, schreibt die IG in einem Brief an die Stadt. Das Gutachten soll dazu dienen, eine unabhängige Aussage dazu zu erhalten, in welcher Größe, in welcher Lage und mit welcher Anbindung ein Einkaufscenter realisiert werden sollte.

Die Stadtverwaltung hat das Schreiben der Interessengemeinschaft auf die Tagesordnung des (für Anträge und Beschwerden zuständigen) Hauptausschusses gesetzt, der am morgigen Mittwoch (ab 18 Uhr) tagt.

Die Verwaltung weist in den Beratungspapier für den Ausschuss darauf hin, dass der Rat am 17. Juli im nichtöffentlichen Teil einen Beschluss zum weiteren Vorgehen in Sachen Innenstadt gefasst hat. Danach ist dem Rat in der Sitzung am 18. September das Vertragswerk mit der SEPA (städtebaulicher Vertrag und Grundstückskaufvertrag) vorzulegen. Die Verwaltung weist darauf hin, dass der Hauptausschuss dem Antrag der Interessengemeinschaft angesichts dieser Beschlusslage nicht entsprechen könne. Möglich und zweckmäßig sei eine Verweisung in den Rat, der am 18. September tagt.

Mit Blick auf das unabhängige Gutachten, das die Interessengemeinschaft fordert, betont die Verwaltung, dass aktuell bereits eine gutachterliche Stellungnahme in Auftrag gegeben wurde. Untersucht werden dabei die absatzwirtschaftlichen und städtebauliche Auswirkungen der aktuell diskutierten Varianten der Innenstadtentwicklung, sowie die das Einkaufszentrum betreffen, Vergeben wurde der Gutachten-Auftrag an das Büro Dr. Acocella (Stadt- und Regionalentwicklung). Dieses Büro erarbeitet für die Stadt auch das sogenannte „Integrierte Handlungskonzept“ (WN berichteten). Die Verwaltung geht davon aus, dass das neue Gutachten zur Verträglichkeit eines Einkaufszentrums bis zur Ratssitzung vorliegt und dann auch in der Ratssitzung erörtert werden könnte.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1901557?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F1779513%2F2009872%2F
So will das Münsterland die Raupenplage bekämpfen
Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können beim Menschen allergische Hautreaktionen auslösen.
Nachrichten-Ticker