Vorträge bei den 13. Gronauer Erbrechtstagen
Das richtige Testament für alle Fälle

Gronau -

Zu den 13. Gronauer Erbrechtstagen laden die Anwaltskanzlei Felizita Söbbeke und die Sparkasse Gronau am 5. und 6. November (Dienstag und Mittwoch) ein. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im Finanzzentrum der Sparkasse Gronau statt.

Sonntag, 27.10.2013, 08:10 Uhr

„Eigentlich müsste man . . .“ – das hört man bei Gesprächen zum Thema Testament immer wieder. Eigentlich müsste man – nur wie? Die Gronauer Erbrechtstage wollen darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, sich mit dem Gedanken an ein Testament zu befassen. Die Referenten werden Antwort auf die Frage geben, wie ein Testament auszusehen hat. Im Zentrum an beiden Vortragsabenden wird die erbrechtliche Problematik rund um die Familie stehen.

Am 5. November (Dienstag) wird Dr. Gabriele Müller zum Thema „Ist das Berliner Testament noch zeitgemäß?“ referieren. Die Rechtsanwältin aus Würzburg ist aufgrund ihrer langjährigen Gutachtertätigkeiten für das Deutsche Notarinstitut in Würzburg auf das Gebiet des Erbrechts spezialisiert und durch zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zum Thema fachlich ausgewiesen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die typischen Fragen, sie sich im Rahmen der Gestaltung von Ehegattentestamenten stellen.

So wird Dr. Müller im Rahmen ihres Vortrags unter anderm erläutern, welche Gestaltungsmittel Ehegatten haben, um ihren Nachlass zu regeln und welche Formerfordernisse dabei beachtet werden müssen, damit die Verfügung von Todes wegen wirksam ist.

Zentrales Thema werden die üblichen Gestaltungsvarianten des Ehegattentestaments sein. Dabei wird die Referentin insbesondere der Frage nachgehen, ob das in der Praxis nach wie vor sehr verbreitete „Berliner Testament“ überhaupt noch zeitgemäß ist und in welchen Fällen – beispielsweise aus steuerlichen Erwägungen heraus – andere Gestaltungen gewählt werden sollten. Gegebenenfalls kann es bei bereits errichteten Testamenten auch angezeigt sein, diese zu ändern und sie an die aktuellen Verhältnisse anzupassen.

Zum Schluss soll auf das Thema „Kinder“ und deren gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligungen im Nachlass („Pflichtteil“) eingegangen werden. Insoweit wird Müller kurz darstellen, wie Eltern der „Pflichtteilproblematik“ im Zusammenhang mit der Regelung ihres Nachlasses Rechnung tragen können.

Am zweiten Tag wird Felizita Söbbeke , Rechtsanwältin, Notarin und Fachanwältin für Erbrecht, ausführen, wie wichtig es ist, sich gerade in besonders schwierigen Lebenssituationen mit der Errichtung eines Testamentes auseinanderzusetzen. Sie wird aufzeigen, wie das richtige Testament für scheinbar schwierigere Fälle auszusehen hat. Einerseits wird sie deutlich machen, wie die gesetzliche Erbfolge ohne Testament aussehen würde und welche Gestaltungsmöglichkeiten ein Testament bietet. Hierbei wird sie insbesondere auf die Situation von Paaren ohne Trauschein, Patchwork-Familien, Geschiedenen, insbesondere auch auf Familien mit behinderten oder bedürftigen Kindern eingehen.

Sie wird für diese Situationen darstellen, wie der Spagat gelingen kann, einerseits die lebenslange Versorgung des Kindes sicherzustellen und andererseits das elterliche Vermögen vor dem Zugriff der öffentlichen Hand zu bewahren. Sie wird des Weiteren Gestaltungstipps für das Testament mit Adoptiv- und Pflegekindern geben.

Eintrittskarten für vier Euro je Abend sind im Vorverkauf in den Filialen der Sparkasse Gronau erhältlich. Die Einnahmen werden einem gemeinnützigen Zweck zugeführt.

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