Drilander-Fleischwaren erhalten den „Landesehrenpreis für Lebensmittel NRW“ 2013
Qualität geht vor Preis

Gronau -

Gammelfleisch-Verarbeitung und Dumpinglöhne – fleischverarbeitende Betriebe der Lebensmittelbranche stehen immer wieder am Pranger. Dass es nicht nur die berüchtigten „schwarzen Schafe“ gibt, sondern auch Vorzeigeunternehmen, verdeutlicht die Auszeichnung von mehr als 80 Unternehmen mit dem NRW-Landesehrenpreis für Lebensmittel, den Landwirtschaftsminister Johannes Remmel in Essen überreichte. Geehrt wurde damit auch das Gronauer Unternehmen „Drilander Fleischwaren“, das die Landesehrenpreis-Medaille jetzt zwei Jahre lang für die Produkt­auszeichnung werblich einsetzen kann.

Samstag, 16.11.2013, 10:11 Uhr

„Dieser Landesehrenpreis ist eine Wertschätzung gegenüber den Unternehmen, die sich in besonderer Weise hier in Nordrhein-Westfalen im Bereich Lebensmittelproduktion engagieren, die neben der Herstellung von hervorragenden Produkten auch tarifgerechte Löhne zahlen, jungen Menschen Perspektiven bieten und Verantwortung für die Umwelt übernehmen“, so Remmel in der Einladung.

Grundlage für die Verleihung sind die diesjährigen DLG-Auszeichnungen in Gold. Darüber hinaus wurde der Landesehrenpreis durch neue Kriterien ergänzt. Dazu gehören u.a. die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen oder die An­wendung von Nachhaltigkeitskonzepten,

Mit insgesamt neun DLG-Medaillen (sechsmal Gold, dreimal Silber) kann „Drilander“, der firmeneigene Fleischwarenlieferant der 216 K+K-Filialen, aktuell aufwarten, für fünf weitere hat das Unternehmens eine Bewerbung schon auf den Weg gebracht. Und auch in Sachen Nachhaltigkeit engagiert sich „Drilander“, unter anderem durch das 2012 erlangte „Ökoprofit“-Siegel. Das Prinzip dahinter: Betriebe schonen die Umwelt und senken gleichzeitig ihre Kosten. Mehr als 100 000 Euro Ersparnis pro Jahr hat „Drilander“ damit erreicht. Die Abfall-Menge (Papierrollen und Folien) wurde um 1,2 Tonnen reduziert, der Energie-Verbrauch um 70 000 Kilowatt-Stunden gesenkt, der Wasserverbrauch um 17 000 Kubikmeter. Positiv für die Umwelt: Rund 41 Tonnen CO-Ausstoß weniger als zuvor.

Umbau und Erweiterung der Produktionsanlagen an der Düppelstraße sind weitere Stichworte, die „Drilander“ im Zusammenhang mit Umweltbewusstsein und Qualitätssicherung umtreiben: Mehr als vier Millionen Euro wurden in eine moderne energiesparende Dampfkesselanlage und in die Schaffung zusätzlicher Kühlflächen im Bereich der Verladung investiert. Damit ist eine durchgängige Kühlkette sichergestellt. Durch den Bau einer Lkw-Unterstellanlage mit einem 220-Kilowatt-Fotovoltaik-Systemdach wird zudem Strom für den Eigenbedarf produziert. „Außerdem haben wir eine neue Kistenwaschanlage in Betrieb genommen, die den Frisch- und Abwasserverbraucht senkte“, so Betriebsleiter Josef Averbeck . Und auch die Logistik wurde optimiert: 18 Fahrzeuge beliefern heute die aktuell 216 Filialen. 2004 wurden die damals 175 Klaas-und-Kock-Filialen mit 28 Lkw versorgt.

Pro Jahr werden von rund 120 Mitarbeitern 9200 Tonnen Fleisch verarbeitet. 6000 Tonnen gehen als Frischfleisch an die K+K-Filialen, die restlichen 3200 Tonnen werden in eigener Herstellung zu rund 100 verschiedenen Wurstartikeln verarbeitet. Das Rindfleisch kommt zu 100 Prozent von „Westfleisch“, das Schweinefleisch zu 85 Prozent.

„Bei Fleisch und Wurst sind wir absolut top“, betont denn auch K+K-Vertriebsleiter Josef Feldhues. Und auch die Firmenchefs Rolf und Hans-Jürgen Klaas sind sich einig: „Qualität geht vor Preis“, bekennen sie sich zu „fairen, ordentlichen Preisen“ – wohlwissend, das Verbraucher nach jedem Skandal doch wieder nur auf eines erpicht sind: den günstigsten Preis, bei der Verbraucher aber am Ende oft draufzahlt.

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