Frischer Wind beim Orgelbauverein
Zehn Euro pro Kopf würden reichen

Gronau -

Christina von Hollen bittet Gronaus Bürgerinnen und Bürger aller Konfessionen um Hilfem das Orgelprojekt der Ev. Kirchengemeinde durch Spenden und Eigenengagement voranzubringen.

Freitag, 06.12.2013, 08:12 Uhr

Christina von Hollen ist erst vor etwa zwei Jahren mit ihrer Familie mit vier Kindern im Alter von sieben bis 17 Jahren nach Gronau gezogen, doch sie ist voller Tatendrang, das Orgelprojekt der evangelischen Kirchengemeinde voranzubringen. Sie kann, wie sie selbst sagt, „einfach nicht tatenlos akzeptieren, dass eine solch schöne und prägnante Kirche mit einer derart tollen Akustik und großartigen Musikern vor Ort ohne Orgel auskommen muss.”

Frau von Hollen ist viel herumgekommen in der Welt. An jedem Aufenthaltsort sang sie in den unterschiedlichsten Chören und Vokalensembles: im Kinderchor, im Kirchenchor der evangelischen Johanniskirche in Kronberg ( Taunus ), im Schulchor und zu Zeiten ihres Architekturstudiums im Konzertchor Darmstadt (mit internationalen Konzertreisen). Während ihres Aufenthaltes in der Nähe von London sang sie u.a. die „Carmina Burana” von Orff und „Mass for Peace” in Anwesenheit des Komponisten Carl Jenkins . „Unvergessliche musikalische Erinnerungen”, wie sie erzählt. Als 2010 der Gronauer Kantor Dr. Szőcs das „Requiem” von Carl Jenkins in der Stadtkirche aufführte, wurde sie auf das Projekt aufmerksam und sang im Gronauer Vokalensemble mit. „Ich war begeistert, auf welch hohem Niveau hier Musik gemacht wird. Mit Dr. Szőcs hat die Ev. Kirchengemeinde einen begnadeten, hochmotivierten und begeisternden Kirchenmusiker.“

Mit ihrer Begeisterung für die Kirchenmusik vor Ort paart sich aber auch Ernüchterung: „Wo immer ich auch war, ich habe es noch nie erlebt, dass eine Kirche keine Orgel zur Verfügung hatte.” Daher packt sie an: Inzwischen ist sie in den Orgelbauverein eingetreten und hofft „auf neue Impulse und Großaktionen, damit das Ziel, Gronaus Stadtkirche wieder zu einer neuen Orgel zu verhelfen, nicht erst in der Generation meiner Kinder Wahrheit wird”.

Sie möchte Gronaus Bürgerinnen und Bürger aller Konfessionen um Hilfe bitten, das Orgelprojekt durch Spenden und Eigenengagement voranzubringen: „Die Orgel der Stadtkirche ist nicht nur ein Instrument der Gemeinde, sondern ein Bestandteil der Gronauer Musikszene, wenn man bedenkt, für wie viele Konzerte aller Genres das Gotteshaus Raum bietet”, so Christina von Hollen: „Auch wenn es unrealistisch ist, aber wenn alle Gronauer einmalig zehn Euro spenden würden, hätten wir unser Ziel schon erreicht”.

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