Heimatfreunde beklagen Vandalismus : Muss das sein?
Drei Fragen an: Streetworker Olaf Reckers

Dienstag, 14.01.2014, 07:01 Uhr

An der Schutzhütte in Epe kommt es immer wieder zu Verunreinigungen und Zerstörungen. Zeugen beobachten regelmäßig junge Erwachsene, die sich in der Hütte aufhalten. Ist Ihnen die Problematik bekannt?

Olaf Reckers : Ich bin im Sommer 2013 gebeten worden, die Nutzer der Hütte anzusprechen. Eigentlich ist es nicht unsere Aufgabe, Kontrollfunktionen zu übernehmen, aber bei Hinweisen auf einen Jugendhilfebedarf nehmen wir Kontakt auf. Die angetroffenen Personen fielen jedoch nicht in den Bereich der Jugendhilfe, so dass wir sie zwar angesprochen, aber die Hütte nicht weiter aufgesucht haben. Aufgrund des aktuellen Vandalismus werden wir das jetzt aber tun.

Wenn es tatsächlich junge Erwachsene sind, die ihre Freizeit dort verbringen, warum machen die dort Ärger, statt sich einfach zu freuen, dass es diesen „Unterschlupf“ für sie gibt?

Reckers: Beim Thema Vermüllung ist es oft Gedankenlosigkeit. Von uns angesprochen, räumen die meisten Cliquen ihren Treffpunkt auch wieder auf. Vandalismus ist ein anderes Thema, Ursachen sind u.a. Frustrationsmotive wie Wut, Langeweile, Unausgeglichenheit, aber auch Lust auf Zerstörung, Erhöhung des Status in einer Gruppe.

Die Heimatfreunde, die sich um die Hütte kümmern, sind ratlos, wie sie den Vandalismus eindämmen können. Haben Sie einen Tipp für sie?

Reckers: Sehr wichtig ist ein schnelles Reagieren auf Schäden. Dinge, die schön sind werden weniger zerstört. Dies wird aber schon gemacht. Gut ist es auch, mit den Nutzern ins Gespräch zu gehen, die Hütte ist dann nicht mehr „Anonym“ sondern hat ein Gesicht. Auch dies erhöht die Hemmung, etwas zu zerstören. Hier biete ich gerne meine Hilfe an.

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