Landrat erneut im Rennen
98,3 Prozent für Zwicker

Borken -

Mit Emotionen geht Landrat Dr. Kai Zwicker gemeinhin nicht hausieren. Als der CDU-Kreisvorsitzende Jens Spahn am vergangenen Samstag aber das Ergebnis vorlas, mit dem Zwicker von seiner Partei erneut als Landratskandidat ins Rennen geschickt wird, da musste der 46-Jährige sichtlich schlucken: 98,3 Prozent der 179 Stimmen. „Ich bin echt überwältigt“, sagte der Landrat mit leicht brüchiger Stimme.

Montag, 17.02.2014, 10:02 Uhr

In der Stadthalle Vennehof hatte Zwicker die CDU-Mitglieder zuvor mit einem „Weiter so“ auf die Wahl am 25. Mai eingestimmt: „Uns geht‘s gut und wir sind auch gut“, lautete seine Bestandsaufnahme des Kreises: Wirtschaft, Bildung, Lebensqualität, alles top. Wenn am 25. Mai der Landrat, der Kreistag und die Gemeinderäte gewählt werden, müssten also die Weichen gestellt werden, damit es so bleibt. So war es eine durchweg harmonische Versammlung.

Spannender wurde es da schon zwischen den Wahlgängen. Da gaben nämlich die Bundestagsabgeordneten Johannes Röring und Jens Spahn einen Einblick in die Stimmungslage der Großen Koalition nach dem Rücktritt von Hans-Peter Friedrich (CSU) als Agrarminister im Zuge der „Affäre Edathy“ . Wer hat wem was wann gesagt? Und ist SPD-Mann Edathy gewarnt worden, dass gegen ihn wegen des Besitzes von Kinderpornografie ermittelt wird? Das sind die Fragen, die Berlin derzeit beschäftigen.

„Einen Gefallen für die SPD “, nannte Spahn den Hinweis Friedrichs an die SPD-Spitze zu den Ermittlungen. Friedrichs Intention sei es gewesen, „zu verhindern, dass jemand in höchste Ämter kommt, gegen den es solche Vorwürfe gibt“, so Spahn. Schließlich sei Edathy als Staatssekretär oder gar Minister im Gespräch gewesen. Zu dem Verdacht, dass Edathy früh informiert wurde und so eventuell Beweise habe beiseite schaffen können, sagte Spahn: „Sicher ist, dass das nicht durch den Innenminister (Friedrich, Anmerkung der Redaktion) geschehen ist.“ Bliebe also nur die SPD-Spitze.

„Die SPD hat da noch einiges zu erklären“, sagte Johannes Röring, denn: „Die Rolle der anderen ist noch viel zu wenig geklärt.“ Eisige Zeiten in Berlin.

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