Neue Ortseingangsschilder und Hinweistafeln der Religionsgemeinschaften
Bunte Glaubenswelt

Gronau -

Fast psychedelisch bunt prangt die stilisierte Kirche auf den neuen Schildern: Die Farben – die die in Gronau vertretenen Religionsgemeinschaften und Konfessionen symbolisieren – zerfließen ineinander. Die Schilder werden in diesen Tagen an den Ortseingangsstraßen in Gronau aufgestellt. Sie ersetzen die alten Versionen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, auf denen deren regelmäßige Gottesdienstzeiten angegeben sind.

Samstag, 12.04.2014, 08:04 Uhr

Der enormen religiösen Vielfalt in der Stadt wurden die alten Schilder nicht gerecht. „Deshalb haben wir schon vor Jahren im Ökumenischen Conveniat die Idee gehabt, eine gemeinsame Hinweistafel zu entwickeln“, sagt die evangelische Pfarrerin Claudia de Wilde.

Ergebnis der gemeinsamen Überlegungen: die Entwicklung der Ortseingangsschilder sowie dreier großer Hinweistafeln. Auf denen sind sowohl die meisten der hier organisierten Religionsgemeinschaften mit ihren Kontaktadressen und Gottesdienstzeiten aufgeführt als auch ein Stadtplan mit den jeweiligen Standorten. Diese drei Tafeln werden am Gronauer Bahnhof, auf dem Kurt-Schumacher-Platz und in der Eper Merschstraße aufgestellt. Von diesen Informationsschildern erhoffen sich die Verantwortlichen, dass sowohl Einheimische als auch Auswärtige sich angesprochen und zu den Gottesdiensten eingeladen fühlen.

Die Informationen auf den Ortseingangsschildern sind dagegen ganz knapp: Es gibt den Hinweis auf die gemeinsame Internetseite der Glaubensgemeinschaften (www.glaube-in-gronau.de) und einen QR-Code, der ebenfalls zu dieser Seite führt. Christiane Hölscher , Pastoralreferentin von St. Antonius , zeigt, wie sie aussieht: Die Nutzer finden alle relevanten Informationen und Links zu den Internetseiten der angeschlossenen Gemeinden. Die katholischen und die evangelische Kirchengemeinden, die evangelisch-freikirchlichen Gemeinden (Baptisten, Gemeinde Gottes und Siebenter-Tags-Adventisten), die Mennoniten, die syrisch-orthodoxe Kirche und die Fatih-Moschee sind mit Informationen vertreten.

Die farbenfrohe Aufmachung des Ortseingangsschilder soll zeigen, „dass wir bei allen Unterschieden viel gemeinsam haben und sich inhaltlich einiges überlappt“, sagt der evangelische Pfarrer Uwe Riese. Das schließt die muslimische Gemeinde mit ein, die sich der Aktion „nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten“, wie alle Seiten zugeben, gerne angeschlossen hat.

Finanziert werden Schild und Homepage – knapp 4000 Euro – von den Kirchengemeinden. Die Stadt unterstützt die Aktion. Mitarbeiter des Bauhofs installieren die Schilder und sorgen für die Instandhaltung.

An den Ortseingängen von Epe werden die erst im vergangenen Jahr aufgestellten Schilder bleiben. „In Epe sind ja nur die katholische und evangelische Gemeinde vertreten“, so Riese.

Das Gemeinschaftsprojekt dürfte übrigens das erste seiner Art im Münsterland sein. „Vielleicht ist es ja auch Ideengeber für andere Orte.“ 

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